Mein Reiseblog
Tag 71
Chengdu
Wir hatten heute das Glück wieder eine private Tour buchen zu können. Wir sind um 7:50 mit dem Privatwagen (Jaguar) abgeholt worden und dann zu den tibetischen Dörfern Ganbao und Taoping gebracht worden. Unser Torguide Remy war großartig und wir hatten einen schönen, wenn auch langen, Tag. Wir bekamen Mittagessen und eine Führung von einheimischen in Taoping.
Tag 70
Chengdu
Am Vormittag waren wir noch zu einer Bibliothek gefahren um festzustellen dass es sich um die falsche Bibliothek gehandelt hat. Es gab jedoch ein ansprechendes Cafe innerhalb des Gebäudes. Es gab dort Äpfel in der Kühlvitrine und Nena wollte einen Apfel kaufen. Das Mädchen meinte aber die sind nur für frisch gepressten Apfelsaft. Wir kauften zwei Espressi und bekamen zwei Espressi – eine seltenheit. Normalerweise bekommen wir jedes erdenkliche Kaffeegetränk außer Espresso. Nach kurzer Zeit kam sie an den Tisch mit dem in Spalten aufgeschnitten Apfel ohne etwas zu verrechnen – sehr nett. Dann gingen wir noch Obst kaufen (wir wurden zu einer Walmart Filiale geschickt) und machten uns auf den Weg zurück zum Bahnhof. Am Weg kaufte ich noch die Tickets für die Reise nach Chengdu.
Nach der Ankunft in Chengdu brachten wir unser Gepäck ins Hotel und fuhren gleich zur Wenshuhfang Food Street um etwas zu Essen. Leider kein Glück heute, ich entschied mich für einen Fast-Food Burger und Nena für einen Fisch auf Reis mit Gemüse. Beides war akzeptabel. Morgen haben wir wieder eine Tagestour zu den tibetischen Dörfern Taoping und Ganbao gebucht.
Tag 69
Chongquing
Heute hatten wir erstmals einem Guide für uns beide um die Stadt möglichst effizient erkunden zu können. Zuerst sind wir nach Ciqikou (Altstadt) und das war schon sehr nett. Dann in den Eling Park um eine gute Aussicht auf die Stadt zu bekommen. Als nächstes Liziba Station, bekannt aus dem Internet. Hier haben sich schon unglaublich viele Menschen angesammelt um den Zug zu sehen und lustige Fotos zu bekommen. Wir sind dann weiter zur Dalitang Auditorium Hall und zum gegenüber liegenden Three Gorges Museum. Weiter ging es durch Raffles City, einem Einkaufszentrumm zum Chongqing Times Square und zum Liberation Monument. Dann Daijiaxiang und Hongaya Cave wo die Menschenmassen wirklich unerträgliche Ausmaße angenommen haben. Am Weg zu U-Bahn haben wir noch Menschen im Park bei Tanzveranstaltungen gesehen.
Der Tag war sehr dicht gepackt. Wir sind von 10:00 bis 21:00 unterwegs gewesen, haben aber wirklich viel gesehen. Unser Guide Zaid Chongqing war wirklich extrem hilfreich und nett. Zusätzlich konnten wir uns wirklich gut auf Englisch unterhalten. Wir haben uns über die Menschen hier, die Lebensbedingungen, die medizinische Versorgung und mehr unterhalten und konnten dadurch gute Einblicke in die hiesige Welt bekommen.
Tag 68
Guiyang
Wir wollten uns in Guiyang noch das Yelang Tal als weiteres Ziel ansehen. Also mit der U-Bahn einige Stationen gefahren und dann gibt es einen eigenen Shuttle Bus der jedoch wie ein kleinerer Linienbus aussieht. Wir zeigen dem Fahrer wo wir hinwollen und er meint dass das der richtige Bus sei und wir können mit We-Chat zahlen. Leider funktioniert das nicht bei mir. Es kommt ein drehender Kreis und nichts passiert. Irgendwann war es ihm zu blöd und er hat gedeutet dass wir einfach einsteigen sollen.
Das Yelang Tal ist ein massives, 20 Jähriges Projekt des Künstlers Song Peilun. Wenn man dort ist fehlen einem zuerst die Worte, nach einiger Zeit fallen einem nur noch Ausdrücke wie „Wahnsinn“, „Unglaublich“ und „Verrückt“ ein. In diesem Gelände gab es auch ein nettes Café wo wir einen guten Espresso getrunken haben und die Katzen streicheln konnten. Dann wieder zurück und unser Glück bei einem anderen Busfahrer ausgelotet. Auch ihm war es zu blöd und er hat uns ebenfalls gratis zur U-Bahn gebracht.
Den Qianlingshan Park haben wir gestrichen weil die Zeit einfach zu knapp wurde. Wir sind zurück ins Hotel (wieder 1:45 Fahrzeit) und haben noch etwas gegessen und uns Tickets für den Zug nach Chongqing gebucht. Die Fahrt hat etwa zwei Stunden gedauert weil wir diesmal nicht so schnell unterwegs waren. Wir dachten der Bahnhof in Guiyang mit seinen 15 Gleisen ist riesig, dieser ist noch größer mit 20 Gleisen und fünf Ebenen. Er liegt zwar etwas außerhalb der Stadt (18 km vom Zentrum) ist aber mit der U-Bahn gut angebunden.
Beim Einchecken im Hotel war der Mitarbeiter von unseren Pässen total überfordert und hat diese von allen Seiten angesehen, fotografiert, dann die KI irgend etwas gefragt und schließlich akzeptiert. Ist immer wieder lustig zu sehen weil hier offenbar nicht so viele Touristen aus Europa oder Österreich herkommen.
China ist schon beeindruckend wenn man die Bauwerke und die Infrastruktur aus der Ferne betrachtet, bei näherer Betrachtung fällt jedoch ein Mangel an Wartung und Instandhaltung auf. Ein Foto zeigt die Aufzugskabine in unserem Hotel. Es gibt auch eine große Kluft zwischen den ultramodernen Bauten und den Gebäuden in denen die Bevölkerung lebt sowie den Fahrzeugen. Von den neuesten Elektroautos bis zu LKWs aus der Steinzeit und Mopeds mit drei Personen ohne Helme ist alles auf der Strasse. Auch interessant sind die ganzen Ge- und Verbotsschilder weil man offenbar den Chinesen alles vorschreiben muss. Speziell das Aus- und Einsteigen in die Züge ist eine Katastrophe. Jeder steht im Weg und die Leute drängen sich in den Zug während die andren noch aussteigen. Auf den Bahnsteigen der U-Bahn sind deswegen Aufkleber wo man zu stehen hat, hilft nur nicht viel.
Für morgen haben wir uns einen Guide organisiert um die Sehenswürdigkeiten möglichst effizient sehen zu können.
Tag 67
Guiyang
Heute etwas länger geschlafen und mit einem Gemeinschaftstaxi nach Tongren und weiter mit dem Schnellzug. Um 16:30 sind wir in Guiyang angekommen. Der Bahnhof (Guiyangbin – übersetzt Guiyang Nord) hat eine U-Bahn und Zuganbindung und liegt in der Stadt. Unser Hotel war direkt auf der anderen Straßenseite. Wieder einmal sind die Entfernungen total ungewohnt, die Gehzeit von der U-Bahn zum Hotel sind 18 Minuten, vom Zug etwa 25 Minuten.
Wir sind dann auf die Suche nach etwas essbarem gegangen und ein bisschen Sightseeing zum Huaguoyuan Wetland Park in der Erwartung um einen Teich spazieren zu können. Auch hier war die Vorstellung meilenweit von der Realität entfernt. Es ist zwar ein Teich da aber dieser ist umgeben von Geschäften und Shopping Malls.
Tag 66
Fanjing Shan
Heute sind wir um 6:00 aufgestanden um die Tickets zu kaufen. Das hat nach einiger Anstrengung auch funktioniert. Ich bin jedoch fassungslos das in China nicht einmal bei Touristenattraktionen etwas in Englisch angeschrieben wird. Ausschließlich in Chinesisch. Wir haben natürlich auch nicht die Eintrittszeit angegeben, hier ist ebenfalls ein einstündiges Zeitfenster am Ticket in welchem der Eintritt erlaubt ist. Wir hatten 7:00 – 7:59, geschafft haben wir es um 7:50. Danach wieder ein Elektrobus welcher uns in etwa 25 Minuten zur Seilbahn bringt. Wir haben uns jedoch für den „Hiking Trail“ entschieden – großer Fehler. Ein „Hiking Trail“ oder Wanderweg ist in China ein betonierter Weg mit Stufen. In unserem Fall waren es 1180 Hm bis zur Bergstation der Seilbahn und dann noch einmal 450 Hm bis zum Kloster.
Am Wanderweg gab es viele Mistkübel mit großen Öffnungen die jedoch nicht angeschraubt waren sondern nur so da standen mit dem Effekt dass die ansässigen Affen den Müll aus den Kübeln fischen und am Berg verteilen, teilweise werfen sie sogar die Kübel um. Wir haben uns gefragt warum man überhaupt so viele Mülleimer platziert.
Der Weg hinauf war natürlich flankiert von Checkpoints mit Drehkreuzen an denen man das Ticket herzeigen muss. Etwa 250m nach der Bergstation gab es einen Platz an dem die letzte Teiletappe los ging. Natürlich wieder ein Drehkreuz und ein Guard der nur dann Leute nach oben lässt wenn genügend wieder runter gekommen sind. Wir konnten etwas Essen (es gibt natürlich überall Stände mit Essen in unterschiedlichen Abstufungen von „grauslich“ bis „ganz gut“) und machten uns auf dem Weg nach oben. Es war sonnig aber windig und wir mussten einige Minuten an zwei weiteren Stellen warten (wieder mit Guards kontrolliert). Es war dann doch recht kalt.
Der Aufstieg hat sich auf alle Fälle ausgezahlt. Es ist ein wirklich toller und einzigartiger Ort. Hinunter sind wir dann mit der Seilbahn.
Am Abend mussten wir wieder etwas Essen und sind zurück zum Ausgang des Naturparks weil sich dort einige Restaurants angesammelt haben. Es ist immer wieder ein Abenteuer etwas zu bestellen weil man nie genau weiß was dann tatsächlich kommt. Heute war wieder so ein Fall. Wir haben das rein chinesische Menü (natürlich) mit Google Translate übersetzen lassen und haben einen Fisch mit Gemüse gefunden. Das hat ganz gut geklungen und wir dachten – probieren wir. Ich habe dann noch etwas bestellt was wie Spare Ribs ausgesehen hat. Geschmeckt hat es so etwas wie eine Kreuzung aus Spare Ribs und Geselchtem, aber gut. Die eigentliche Attraktion war jedoch der Fisch. Uns hätte schon etwas auffallen können wie die Kellnerin nach der Bestellung des Fisch gehen wollte und wir gemeint haben wir wollen diese „Pork Ribs“ auch noch was sie etwas verwundert hat. Wir haben uns zu dem Zeitpunkt noch nichts gedacht. Vor dem Restaurant stand ein Aquarium mit großen Fischen. Die Kellnerin kam dann kurz danach und meinte Nena solle das Gewicht des Fisches überprüfen wegen der Abrechnung. Erst dann hat uns gedämmert wie das alles funktioniert. Wir haben dankend abgelehnt und gemeint wir vertrauen ihr. Dann wurde der Fisch vor uns an den Stufen des Lokals getötet und gekocht. Am Ende haben wir einen etwa zwei Kilogramm schweren Fisch gegessen und zusätzlich die Pork Ribs. Wir sind satt geworden.
Tag 65
Fenghuang
Der heutige Tag war etwas stressig. Wir sind mit dem 10:40 Zug nach Fenghuang, dort in den langsamsten Maglev Shuttle der Welt in Richtung Stadt und dann in einen Elektrobus in Richtung Altstadt. Wir wussten jedoch nicht wann der Bus an unser nächstes Ziel geht. Somit sind wir zuerst zum Busbahnhof um uns zu erkundigen. Der übernächste Bus um 16:00 Uhr hat uns gepasst, Ticket nach Tongren gekauft und die Altstadt erkunden gegangen. Wirklich ein anderer Flair wie in Furong, mehr entspannt und freundlich. Wir machten eine kurze Bootsfahrt und fanden ein nettes Cafe. Dann mit dem Taxi zurück zum Busbahnhof. Hier wieder verhandeln, Didi gibt 4,70.- Yen an und der Fahrer verlangt 20.-. Beim ersten Mal konnten wir uns auf 10.- einigen, beim zweiten Mal auf 15.-.
Der Bus ist pünktlich weggefahren und schaffte die 90 Minuten Strecke in 70! Nächstes Ticket gekauft und den nächsten Bus bestiegen. Abfahrt um 17:30. Um 17:35 bin ich schon unentspannt geworden und um 17:40 habe ich begonnen andere Fahrgäste zu fragen ob wir im richtigen Bus sitzen. Richtig unsicher bin ich dann geworden wie eine Frau mit einem Ticket für 18:00 eingestiegen ist. Sie hat mir jedoch erklärt dass das ganz normal ist. Sie warten einfach wenn zu wenige Fahrgäste im Bus sitzen und lassen die Fahrt einfach aus. Um 19:30 sind wir dann im Hotel angekommen. Die nächste Hürde sind die Tickets für den Fanjingshan, angeblich geht das morgen von 6:00 – 7:30, wir werden sehen.
Tag 64
Furong
Wir haben uns für den Hochgeschwindigkeitszug entschieden um nach Furong zu kommen. Die Fahrzeit soll 23 Minuten betragen. Der Bahnhof für diesen Zug ist relativ neu und wurde mitten ins nirgendwo gebaut. Es gibt keinen Shuttle und nur eine Busverbindung die den „normalen“ Bahnhof mit diesem in 45 Minuten verbindet, das Taxi braucht 14. Natürlich sind hier keine Shops außerhalb und die paar Geschäfte im inneren sind nutzlos. Es gibt eine Sicherheitskontrolle beim hinein gehen und einen Ticketcheck vor dem Gate welcher erst 15 Minuten vor Abfahrt geöffnet wird. Der Zug selber ist OK und hat uns mit bis zu 305 km/h nach Furongzhen gebracht. Dort wurden vom Hotel abgeholt weil es natürlich auch dort keine Verbindung in den Ort gibt. Die Hotelbesitzer sind sehr nett und haben uns immer geholfen und auch Transfer ohne zusätzliche Kosten angeboten. Furong ist sehr schön und der Wasserfall im Ort ist eine seltene Eigenheit. Abends wird alles beeindruckend beleuchtet. Die Anzahl an Menschen die einem etwas verkaufen wollen ist jedoch störend. Egal ob es eine Massage oder Essen ist, man kann auf der alten Strasse durch den Ort keine zwei Meter gehen ohne dass dir jemand ein Menü ins Gesicht haltet und mit lauter Stimme versucht deine Aufmerksamkeit zu bekommen.
Tag 63
Zhangjiajie
Heute war als erstes der Grand Canyon am Plan. Wir sind erstmals mit Didi, einer Art Uber, hingefahren. Am Weg konnten wir die chinesische Fahrweise aus erster Reihe beobachten. Also Auto fahren ist nicht deren Stärke. Grundsätzlich gilt wer hupt hat Vorrang, wer lauter hupt hat mehr Vorrang. Wir haben gesehen wie ein Auto aus einem Parkplatz heraus fährt und nicht stehen bleibt obwohl wir auf der Hauptstraße gekommen sind. Erst als unser Fahrer gehüpft und gebremst hat ist der andere stehen geblieben. Ein anderes Mal überholte uns ein LKW MIT Anhänger mit Hupen und trotz Gegenverkehr. Es haben alle gebremst und der LKW war vorne und dann hat er WIEDER zum überholen angesetzt, absolut verrückt. Zusätzlich spielen sich alle permanent mit den mehreren Telefonen im Fahrzeug. Wir haben die Anreise Jedenfalls überlebt und haben den Grand Canyon wie einen Abenteuerpark erlebt. Neben der berühmten Glass Bridge gibt es Zipline, Klettersteige, Rutschen, Sightseeing Aufzüge, Wanderwege und mehr. Wir wollten natürlich den Klettersteig ausprobieren und nahmen die „Anreise“ mittels Zipline. Der Steig war für uns ungewohnt. Man kann es am besten als absolut Deppensicher beschreiben. Es gibt ein durchgehendes Seil und man kann den Karabiner NICHT öffnen. Dieser hat stattdessen einen Spalt durch den man die Seilbefestigung durchziehen kann. Vom Schwierigkeitsgrad waren wir natürlich enttäuscht.
Nach etwa dreieinhalb Stunden ging es wieder mit Didi etwa eineinhalb Stunden zum Tianmen Mountain. Das ist auch eine Kritik die ich habe. Da bauen sie eine Touristenattraktion, machen Werbung und haben keine Verbindung zum nächsten Ort.
In Zhangjiajie geht eine Seilbahn vom Ort direkt auf den Tianmen Mountain, dauert zwar zwanzig Minuten bis zur Mittelstation aber immerhin. Nach der Mittelstation waren Bauarbeiten daher waren Shuttelbusse unterwegs. Die Straße hinauf hat übrigens 99 Kehren, wir konnten nur 60 davon genießen. Am bekannten Vorplatz kann man das berühmte Loch im Berg sehen und fotografieren. Von hier starten auch die 999 Stufen hinauf. Natürlich mussten wir diese gehen. Weiter auf den Gipfel geht es dann mit der Rolltreppe! Genauer gesagt sieben! Rolltreppen mit je zwei Minuten. Auch hinunter gibt es fünf weitere Rolltreppen die parallel zu den 999 Stufen gehen. Also vom Gipfel hinunter mit ZWÖLF Rolltreppen und etwa 26 Minuten Gesamtzeit. Dann wieder mit dem Shuttlebus und der Gondel in den Ort. Die Menschenmassen waren gewaltig. Vom Eintritt in die Seilbahnstation bis zum Einstieg in die Gondel zwei Stunden obwohl wir wieder ein einstündiges Zeitfenster hatten. Am Vorplatz waren wir nach etwa drei Stunden. Auch die Bergabfahrt war eine Tortur. Oben sind wir über eine Stunde in der Schlange gestanden, dann noch einmal eine gute halbe Stunde vor der Seilbahn. Schließlich noch etwas essen und mit Didi zum Hotel wo wir um 22 Uhr angekommen sind.
Tag 62
Zhangjiajie
Die Gegend im Zhangjiajie National Forest Park ist wirklich von einem anderen Planeten. Man kann hier einige tolle Erlebnisse an einem Tag erleben. Die Gegend, die Affen, den höchsten Außenlift (Bailong Elevator), die Seilbahn zurück zum Eingang sind alle bemerkenswert aber ebenso ist die Ticketkontrolle mit Gesichtserkennung und Passdaten. Man bekommt so einen kleinen Eindruck wie überwacht China eigentlich ist und wie weit die Technologie bereits ist. Man hat auch überall im Park 4G oder 5G Netzwerk. Blöderweise ist das Internet extrem limitiert und trotzdem sehr langsam. Ohne VPN braucht man gar nicht nach China reisen. Das updaten meiner Webseite ist eine Geduldsprobe.
Im Park sind wir einige Stunden herumgewandert und haben trotzdem zwischen den Aussichtspunkten den Shuttlebus genommen. Die Größe der Organisation ist nicht minder beeindruckend. Es fahren Dutzende, größtenteils elektrische, Shuttlebusse im Park zwischen den Stationen mit Fahrzeiten von mehreren Minuten weil das Gebiet so groß ist. Auch der Eintritt ist in einstündige Timeslots organisiert, wenn man ein Ticket kauft muss man angeben wann man hinein möchte, einmal drinnen kann man bleiben so lange man will.
Tag 61
Zhangjiajie
Heute stand der Flug nach Zhangjiajie am Programm. Die Gegend ist schon recht beeindruckend. Mit dem Essen komme ich nicht so gut zurecht, Nena liebt es. Morgen machen wir den National Forest Park. Dieser ist bekannt für die „Avatar Berge“ und den Bailong Aufzug.
Tag 60
Peking
Nachdem wir gestern den Lama Tempel nicht mehr geschafft haben sind wir gleich in der Früh dorthin aufgebrochen. Uns war der Weg ja bekannt. Es war für uns eine neue Erfahrung welche Menge an Fahrrädern in Peking in Umlauf sind. Gleich danach in die verbotene Stadt oder „Palace Museum“ weil die Tickets für heute nachmittag gültig waren. Ich war etwas verunsichert weil ich keine elektronischen Tickets bekommen habe, nur eine e-mail als Bestätigung. Stellt sich heraus dass sie die persönlichen Daten aus dem Pass heranziehen und man muss diesen auch beim Eintritt herzeigen inklusive Gesichtserkennung. Das Palastmuseum ist ein riesiger Komplex und man kann einen ganzen Tag dafür planen inklusive Picknick oder Essen vor Ort. Wir haben allerdings nicht so lange dort verbracht und sind gegen 15 Uhr weitergezogen in Richtung „Grand Canal Forest Park“. Was ich immer wieder erstaunlich finde ist die Größe von Peking. Die Fahrt mit der U-Bahn dauerte über eine Stunde und dann noch eine knappe Stunde zu Fuß! Wir haben jedoch Hunger bekommen und haben in diesem Stadtteil etwas gefunden. Natürlich war es dann schon am dämmern und wir haben uns auf den Weg zur U-Bahn gemacht (wieder eine halbe Stunde) und sind ins Hotel gefahren wo wir dann gegen 19:30 angekommen sind.
Tag 59
Peking
Heute wollten wir nach einem netten Frühstück die chinesische Mauer ansehen. Ist natürlich nicht so einfach bei der Länge – wo fährt man hin? Wir haben uns für Badaling entschieden. Die Entfernung war etwa 70 km und die Transportart war einmal Taxi um es auszuprobieren und weil der Schnellzug ausgebucht war. Ich habe dann in der App leider irgendwo zu früh gedrückt und plötzlich kam die Meldung dass das Taxi in acht Minuten da ist. Glücklicherweise waren wir schon fertig mit Frühstück, aber es war trotzdem Stress. Dann kam das Taxi und der Taxifahrer konnte nicht nur KEIN Wort Englisch er konnte auch nicht Autofahren UND war mit dem Handy überfordert – eine geniale Kombination. Nach etwa fünf Minuten konnten wir ihn überzeugen das wir ihn gebucht haben und keinen Koffer bei uns haben, möglicherweise habe ich ihn auch falsch verstanden, dann ließ er uns einsteigen. Der Weg war entsprechend lange, länger als mit dem Autobus aber wir kamen nach etwa 80 Minuten an. Das Zahlen war das nächste Problem, zuerst hatte er die WePay App welche wir nicht haben, dann wollte er Bargeld, wieder nichts weil wir kein Bargeld hatten, schließlich half ein anderer Taxifahrer und wir konnten mit AliPay zahlen. Dann Tickets kaufen für die Mauer. Wir wurden dann gleich angesprochen und es wurden uns Tickets für Transfer, Mauer und Standseilbahn angeboten. Ich habe nicht kontrolliert ob die Tickets teuer waren oder nicht, ich war froh welche zu haben.
Der Besuch der Mauer war schon bemerkenswert aber es ist ein Gedränge welches für unsere Verhältnisse doch als eher überdurchschnittlich zu werten ist. Es gab jedoch Stellen wo ich mich etwas zurückziehen konnte. Überhaupt merke ich dass ich nach Japan schwer mit den Gegebenheiten hier zurechtkomme. Zusätzlich sollte man nachsehen ob keine chinesischen Feiertage bevorstehen. Ich denke das ist diese Woche der Fall.
Nach der Mauer sind wir mit dem öffentlichen Bus wieder zurück nach Peking und weiter Richtung Lama Tempel. Die Suche nach dem Wunschrestaurant war leider erfolglos aber wir hatten Erfolg mit einem guten Espresso. Nach dem Essen war die Information dass die Besuchszeiten des Tempels 9:00 – 16:00 sind sehr unangenehm weil wir nach 17:00 vor dem Eingang standen. Wir haben den Besuch auf morgen früh verschoben. Nena hat dann eine Rooftop – Bar gefunden die interessant aussah also sind wir dorthin. Es hat auch schon begonnen zu dämmern, also gutes Timing. Im Einkaufszentrum waren wir überrascht von der Auswahl an „westlichen“ Shops und das nichts in chinesisch angeschrieben war.
Der heutige Tag war sehr lang für mich was unsere gemeinsame Zeit etwas belastet hat da ich gegen Abend müde und unentspannt wurde. Morgen wird es besser 🙂
Tag 58
Peking
Nachdem ich auf Nena’s Flugzeug um 4:50 gewartet habe war der Tag eher kurz. Nach der Ankunft sind wir ins Hotel und haben uns einmal drei Stunden hingelegt. Dann etwas Essen gegangen und schließlich in Richtung Jingshan Park aufgebrochen.
Alles ist neu was das Zahlen anbelangt. Wir haben AliPay installiert und unsere Daten eingegeben aber es ist dann trotzdem noch einiges zu konfigurieren. Eine Mitarbeiterin in der U-Bahn hat uns geholfen zumindest das Zahlen für öffentlichen Transport einzustellen. Beim Park hatten wir jedoch kein Glück beim Ticket-Automaten, bei der Mitarbeiterin im Kiosk ging es jedoch. Nach dem Park sind wir zurück spaziert und wollten mit dem Bus in Richtung Cache Rooftop Restaurant aber der war voll, zu Fuß war es zu weit und die Strassen waren sehr belebt mit Fahrrädern, E-Roller und Fußgängern also sind wir mit der U-Bahn wieder zurück.
Tag 57
Macau
Am heutigen Tag habe ich Macau erkundet. Es hat sich als nicht so interessant herausgestellt wie ich erwartet habe. Erstens war der portugisische Einfluss beim Essen so gut wie nicht erkennbar. Zweitens ist es ganz schön heruntergekommen und schmutzig wenn man abseits der Casinos blickt. Einige Stellen sind ganz nett aber furchtbar überlaufen mit (chinesischen) Touristen. Ich habe auch noch nie so viele Busse gesehen die Leute vom Flughafen und Fährhafen in die Casinos karren. Es ist wirklich kaum etwas anderes in der Stadt als Casinos und Casino gesponserte Unterhaltung. Die Ausnahmen sind: Ruins of St. Paul’s, Macau Museum und Senado Square.
Tag 56
Macau und Zhuhai
Heute früh nach Macau und dann gleich weiter nach Zhuhai (China) weil ich keine günstige Unterkunft in Macau gefunden habe. Also nachdem ich in Macau eingereist bin mit dem Bus gleich zur nächsten Grenze und nach China eingereist. Dann zum Hotel welches nicht weit entfernt war aber trotzdem war alles sehr anstrengend.
Macau hat ein bisschen den Charme von Monte Carlo aber ich war nur sehr kurz dort. Morgen mehr weil mein Flug nach Peking von dort startet.
Zhuhai hat mich erschlagen. Ich bin noch auf Japan eingestellt und Taipei habe ich gerade noch so erdultet aber China ist das genaue Gegenteil von Japan. Alles ist laut, alle Hupen permanent, die Menschen sind unfreundlich und unangenehm und auch laut und so zahlreich. Die kommenden drei Wochen werden eine Leidensprüfung. Momentan kann ich sagen: ich hasse China.
Die paar Fotos sind von Macau, Zhuhai wollte ich nicht einmal fotografieren.
Tag 55
Taipei
Heute stand Taipei am Programm. Zuerst bin ich zum Elephant Mountain und bin dort herumgewandert. Man hat eine sehr gute Aussicht, es ist jedoch recht steil. Beim Ausblick hat mich wieder ein älterer Taiwanese auf Deutsch angesprochen. Interessant weil es schon das zweite Mal war. Danach zum Songshan Fengtian Temple weil er am Weg lag. Dabei habe ich ein paar Fotos von weniger bekannten Plätzen geschossen.
Ich habe gestern ein Ticket für die Aussichtsplattform des Taipei 101 gebucht und um 14:00 ist der Termin, daher war das die nächste Station. Natürlich war mein Glück dass es genau zu dieser Zeit zu Regnen begonnen hat. Ich konnte zwar hinauf und die Indoor Aussichtspunkte besuchen, die Terasse im Freien war jedoch geschlossen. Ein interessantes Detail ist der Lift welcher mit bis zu 1010 m/min fahren kann, ein anderes ist der gewaltige Erdbeben- und Taifundämpfer mit 660 tonnen im 88. Stock. Am Weg zurück wieder einen Park besucht. Bemerkenswert ist dass die älteren Taiwaner sportlich recht aktiv sind. Ich habe Leute Baskenball spielen und Frisbee werfen gesehen.
Ich sollte heute etwas zeitiger ins Bett weil morgen um 9:10 mein Flug nach Macau geht.
Wie bereits angemerkt erinnert mich Taipei an Seoul, es gibt viele Ähnlichkeiten aber ich bevorzuge doch eher Südkorea. Das Essen ist etwas besser und vielfältiger, die Straßen sind etwas sauberer. Es sind kleine Unterschiede und Taipei hat einiges zu bieten, man sollte mehr Zeit hier verbringen. Verglichen mit Japan vermisse ich die Verfügbarkeit von Toiletten, das Essen, Getränkeautomaten an jeder Ecke die auch Scheine akzeptieren und das vielfältige Klima. Ach ja, die Klimaanlagen sind auch nicht so aufdringlich in Japan.
Tag 54
Reise nach Taipei (+6 Std.)
Abschließende Gedanken zu Japan:
Ich mag Japan. Ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt. Es gibt gutes Essen, die Straßen sind sauber, die Menschen sind freundlich und die Landschaft ist sehr vielseitig. Es ist auch nicht so teuer, zumindest derzeit. Obwohl es recht groß ist kann man es gut bereisen und hat große Unterschiede im Klima, von mediterran in Hokkaido bis tropisch in Okinawa. Es gibt immer mehr zu sehen so dass eine weitere Reise durchaus Sinn macht (außer möglicherweise nach Hateruma). Es gibt überall öffentliche Toiletten und wenn nicht kann man in jedem Convinience Store und jedem Geschäft eine saubere japanische Toilette finden.
Einzige Umstellung ist das Fehlen sämtlicher Mistkübel. Man ist gezwungen den Müll entweder in dem Geschäft abzugeben wo man es gekauft hat oder mit nach Hause zu nehmen. Ansonsten habe ich keine schlechten Erfahrungen gehabt. Natürlich sollte man Erdbeben und Taifune erwähnen. Ich habe kein Beben gespürt aber angeblich gibt es fast täglich welche. Auch Taifune gibt es oft, gerade wie ich in Okinawa war kam einer der Hauptinsel Honshu Recht nahe. Schlussendlich kann ich eine Empfehlung für Japan aussprechen, jeder sollte das einmal gesehen und erlebt haben.
Taiwan – erste Eindrücke:
Taipei erinnert mich an Seoul mit mehr Mistkübeln. Auch sehr sauber, gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz, etwas weniger Obsession mit Kaffee und die selben Convinience Stores wie auch in Japan (7-Eleven und Family Mart).
Nach der Ankunft bin ich wieder zum Hotel meinen Rucksack abgeben dann Richtung Taipei 101 (Wolkenkratzer) um die Gegend zu erkunden. Ich habe ein Katzencafe gefunden aber das hat mich etwas traurig gestimmt. Dann Richtung Songshan Raohe Nightmarket weil ich Hunger bekam. Ich habe auch nach kurzer Zeit etwas gutes gefunden (gebratener Eierreis mit gegrilltem Fisch) und nachher wieder etwas spazieren gegangen und schließlich zurück ins Hotel.
Tag 53
Reise nach Okinawa
In der Früh im Supermarkt gesehen wie sie die Kühlregale einschlichten – Japan ist schon etwas eigenes.
Den Rest des Tages mit der Rückreise nach Okinawa verbracht. Natürlich etwas chaotisch, sonst wäre es ja langweilig. Ich war mit dem Auto gegen 11:30 unterwegs in der Mitte der Insel und bekomme einen Anruf über Whatsapp. Es war die Autovermietung mit der Frage wo ich bin und wann ich das Auto retourniere weil es wäre schon an der Zeit. Ich habe mich dann auf den Weg gemacht ihnen den Wagen zurück zu gegeben und wurde zum Flughafen gebracht. Blöderweise sechs Stunden zu früh. Ich konnte meinen großen Rucksack gleich aufgeben und bin mit dem Bus wieder zurück in die Stadt. Dort habe ich, aufgrund einer Empfehlung, einen Thunfischsteak-Burger gegessen und der war tatsächlich hervorragend. Dann wieder zurück zum Flughafen und die restliche Zeit gewartet.
Es hat sich gezeigt dass das Mietauto vollkommen unnötig auf Ishigaki ist! Es ist sogar so dass es keine freien Parkplätze in der Stadt gibt. Nach meinem Besuch von Hateruma war das Auto für zwei Tage auf dem gebührenpflichtigen Parkplatz. Da habe ich meine Karte „verloren“ da es günstiger war als die tatsächliche Gebühr.
Tag 52
Ishigaki
Heute einen Ruhetag gehabt. Ich habe einen Frisör gesucht und gefunden.
Tag 50
Hateruma
In der Früh mit der Fähre nach Hateruma, die südlichste Insel Japans. Ich habe mir ein Fahrrad ausgeborgt und konnte die Insel in etwa fünf Stunden umrunden. Nachdem ich den nördlichsten Punkt Japans besucht habe konnte ich hier den südlichsten Punkt finden. Auch habe ich den südlichsten Getränkeautomaten Japans besucht. Im Blue Cafe habe ich dann etwas gegessen.
Auf Hateruma gibt es wirklich nicht viel zu sehen aber die Strände sind eine Klasse für sich. Die Fahrt dauert etwa 90 Minuten von Ishigaki und man kann die erste Fähre um 8:00 hin nehmen und die letzte um 16:50 wieder zurück.
Tag 49
Ishigaki
Die Reise von Naha nach Ishigaki war etwas stressig. Ich war rechtzeitig bei der Mietwagenfirma aber für den Shuttle mussten die noch auf zwei weitere Reisende warten. Ich war dann 35 Minuten vor Abflug erst am Flughafen. Die Japaner sind super hilfsbereit. Eine Mitarbeiterin von einer anderen Fluglinie lief mit mir auf die andere Seite des Flughafens und ich konnte dadurch 32 Minuten vor Abflug meine Aufgabegepäck abgeben. Dann durch die Sicherheitskontrolle und trotzdem 18 Minuten Zeit gehabt.
Nach dem Ankommen das Mietauto übernommen und ein bisschen Sightseeing gemacht. Zuerst die Stalaktiten Höhle, dann Kannonzaki Leuchtturm, Kannon Beach und Yonehara Beach. Morgen versuche ich nach Hateruma zu kommen.
Tag 48
Okinawa
Nicht viel gemacht heute. Bin Richtung Süden und habe die andere Seite der Insel erkundet. Im Süden ist mehr Landwirtschaft und die Strände sind meines Erachtens nicht ganz so beeindruckend.
Tag 47
Okinawa
Die erste Station heute waren die Southeast Botanical Gardens. Dann einen kurzen Ausflug zum Kurashiki Damm. Beim herum gehen höre ich plötzlich bekannte Gräusche und sehe in nicht zu großer Entfernung Autos driften. Stellt sich heraus dass dort das Motorsports Multifeld Okinawa ist. Einen kurzen Abstecher dorthin gemacht und ein paar Fotos geschossen. Dann Richtung Norden. Yagaji Beach auf Yagaji Island ist wieder ein traumhaft schöner Strand. Man hat eine kleine vorgelagerte Insel die man bei Ebbe sogar zu Fuß erreichen kann. Es gibt zwar Eintritt zu bezahlen aber erstens ist es ein Campingplatz und zweitens sind 500 Yen wirklich nicht viel. Ich bin dann nach kurzer Zeit weiter Richtung Norden und habe zufällig einen weiteren wunderschönen Strand gesehen, also bin ich zu Okuma Beach abgebogen. Es gibt hier wirklich keine hässlichen Strände und mir gehen die Adjektive aus. Dann bin ich ins Landesinnere um Nagao Bridge zu besuchen. Keinen Grund, keine sonstigen Sehenswürdigkeiten, nur eine Brücke über eine Schlucht im dichten Wald. Zurück zur Hauptstrasse und Cape Hedo, den nördlichsten Punkt angefahren. Um die Sache interessanter zu machen bin ich an der Ostseite zurück obwohl das GPS darauf bestanden hat dass die Westseite schneller ist. Wie auch immer, habe durch Zufall ein lustiges Cafe gesehen – Hiro Coffee Farm. Wie der Name suggeriert ist es tatsächlich eine kleine Kaffeeplantage. Dann noch einen “lost place” erkundet (Lequio Resort) und ein Zimmer in Kin gefunden.
Tag 46
Okinawa
Am heutigen Tag habe ich begonnen Okinawa zu erkunden. Als erstes war „American Village“ dran. Eine Nachahmung oder Parodie einer amerikanischen Stadt, je nachdem. Auf alle Fälle schön bunt. Dann einige Strände besucht welche alle extrem schön waren. Da waren: Myagi Coast, Sunabe Beach, Tennhama Beach, Namihira Beach dann auf die andere Seite der Insel (Osten) nach Henza (eine Insel) und weiter nach Hamahiga (andere Insel). Dort Shirumichu Beach besucht. Schließlich noch nach Miyagi Island weil mir der Name gefällt und wegen Kafu Banta. Das ist ein weiterer sehr schöner Strand jedoch ist er nur durch den Parkplatz einer Salzfabrik zugänglich und diese hatte bereits geschlossen.
Zu Okinawa kann ich folgendes kommentieren: Sehr schöne Natur und Strände, deutlich mehr Müll überall als auf Honshu oder Hokkaido. Ebenso gibt es mehr verlassene Gebäude.
Auch gibt es mehrere US Militärbasen auf Okinawa und sehr viele Militärflugzeuge (Jets und Hubschrauber) die Übungsflüge tätigen.
Ansonsten ist endlich schönes Wetter (31° und Sonne) und das Meer ist so warm dass sogar ich freiwillig reingehe.
Tag 45
Reise nach Okinawa
Heute: Flug nach Okinawa (Naha). Um Ehrlich zu sein hatte ich schon genug von Honshu. Kyoto und Nagoya waren nett aber Tokyo und Osaka muss ich nicht haben. Die einzigen Städte welche ich eventuell noch erkunden könnte waren Nagano und Sendai, da war ich zu kurz. Zusätzlich war ich gar nicht in Hiroshima und Okayama sowie auf den Inseln Kyushu und Shikoku.
Tag 44
Osaka
Nachdem ich genug von Großstädten hatte habe ich beschlossen Minoo Park zu besuchen. Nach einer etwa einstündigen Anreise geht es auf eine einstündige Wanderung. In Wirklichkeit waren es 40 minuten. Beim Zurück gehen bin ich irgendwo abgebogen und habe einen richtigen Wanderweg gefunden. Ich bin dem Weg etwa zwei Stunden bergauf gefolgt und habe plötzlich Affen gesehen. Ich bin das erste Mal erschrocken wie ein Affe rechts von mir auf einem Baumstamm gesessen ist. Er ist aber dann schnell weg wie ich ihn gesehen habe. Nach zwei Stunden kam ich an einen Aussichtspunkt von dem man Osaka schön sehen konnte. Ich beschloss dann aber umzudrehen weil ich keine Ahnung hatte wo der Weg hinführt. Auf Google Maps war gar kein Weg zu sehen und ich begab mich immer weiter weg von Strassen und Orten.
Tag 43
Osaka
Ich habe einmal einen anderen Weg nach Osaka gewählt. Ursprünglich wollte ich mit dem Shinkansen fahren aber da ich sowieso Zeit hatte und die Strecke sehr kurz ist bin ich mit dem Kyo-Train Garaku gefahren. LINK
Das ist ein Designer Zug im Retro Look. Keine Aufzahlung oder Reservierung erforderlich. In Osaka mein üblicher Weg ins Hotel zum Zwischenlagern des Rucksacks dann nach Dotonbori um ein bisschen Osaka Gefühl zu bekommen. Wieder einmal sehr viele Menschen unterwegs aber etwas abseits war es nicht so schlimm.
Tag 42
Kyoto
Heute früh gleich Richtung Süden und den Nara Park besucht. Besonders hier sind die Rehe die Menschen gewohnt sind und sich sogar streicheln lassen. Dann, gegen Mittag, den Nishiki Markt um etwas zu essen. Leider unglaublich viele Manschen bzw. Touristen. Mir ist bewusst geworden wie sehr ich Touristen NICHT vermisst habe in den letzten Wochen. Dann langsam wieder Richtung Hotel.
Tag 41
Kyoto
Morgens mit dem Zug von Kanazawa nach Tsuruga und dann weiter nach Kyoto. Das Umsteigen in Tsuruga ist mit acht Minuten bemessen. Diese Zeit finden viele als kurz, es gibt sogar einen Reddit Thread dazu. In Wirklichkeit ist es durch die gute Beschilderung aber kein Problem, obwohl man Stockwerk wechseln muss.
In Japan stehen sehr viele Automaten von denen man Getränke kaufen kann. Die Preise sind nur wenig höher als im Convinience Store (7-Eleven, Family Mart,…) also sehr angenehm. Einen Eiscreme Automaten habe ich aber noch nie gesehen.
In Kyoto zum Hotel gegangen um meinen Rucksack abzugeben dann etwas gegessen – Wagyu Burger – war sehr gut. Das Gebäude des Bahnhofs ist zehn Stockwerke hoch und hat einen Dachgarten. Dann das Vermillion Cafe besucht, einen Espresso getrunken und am Weg zurück durch Senbon Torii (1000 Torii Gates) gegangen.
Tag 40
Kanazawa
Kanazawa ist berühmt für Kenrokuen der zu Japans drei schönsten Gärten zählt. Am Weg dorthin bin ich noch am Markt abgebogen um ihn ohne Touristen zu fotografieren. Der Garten ist wirklich extrem schön, für unsere Begriffe ist es eigentlich ein Park. Dieser hat Brücken, Teiche, Wasserfälle, Inseln und mehr. Am Weg zurück einen guten Espresso getrunken, einen Automatik Mini mit Klimaanlage gesehen und dann einen Barbershop besucht um meinen Bart wieder etwas zu stutzen. Wieder gut gegessen und meine Tickets für morgen am Bahnhof besorgt.
Interessante Kleinigkeit. Trip.com ist zwar ganz nett und komfortabel, jedoch sind die Tickets um etwa 8-9% teurer als direkt am Bahnhof, man bekommt das Papierticket in die Hand und muss nicht vor Reiseantritt erst den Schalter suchen um den QR Code in ein Ticket umzuwandeln.
Tag 39
Tateyama Kurobe Alpen Überquerung
Das Wetter war heute wieder verregnet. Ich habe den ersten Bus um 7:50 von Nagano nach Ogizawa genommen. Dann ging es mit dem Elektrobus durch einen langen Tunnel. Der Aussichtspunkt am Kurobe Damm war noch nicht so stark in Wolken gehüllt und man konnte noch etwas sehen. Mit dem Kurobe Cable Car und der Tateyama Seilbahn auf den Berg Tateyama. Diese Seilbahn verwenden bei 1.7 km Länge keine Stütze und ist somit Japans längste Seilbahn dieser Art. Oben konnte man fast nichts sehen. Weiter ging es wieder mit einem Elektrobus durch einen Tunnel nach Murodo wo es im Winter den Schnee Korridor zu sehen gibt, und dann mit dem Highland Bus nach Bijodaira. Der Wald um Bijodaira ist sehr schön und enthält einige sehr alte Bäume, auch Wasserfälle gibt es zu sehen, nur nicht für uns wegen Nebel. Dann mit einem weiteren Cable Car runter nach Tateyama.
Hier kann man die Highlights der Route sehen wenn man tatsächlich etwas sehen kann: LINK
Schließlich noch mit dem Zug nach Toyama wo ich dann gleich weiter nach Kanazawa fahren werde. Dieser Zug ist das Gegenteil vom Shinkansen, er bummelt anfänglich mit gemessenen 30 km/h durch die, zugegebenermaßen, sehr schöne Landschaft, nach einigen Stationen, im Flachland, gab es jedoch einige Stellen wo er die 60 km/h Marke geknackt hat.
Anmerkungen: Natürlich kann man sich das Wetter nicht aussuchen, es wäre jedoch schon schön wenn man die Landschaft auch sehen könnte, also vorab Wetterbericht prüfen. Auch ist es keine gute Idee die Route mit einem 15 kg Rucksack zu machen. Laut meiner Uhr habe ich 34 Stockwerke heute bezwungen.
Tag 38
Nagano
Blödsinn den ich heute gemacht habe:
Nachdem ich etwa eine Stunde früher am Bahnhof war dachte ich mir ich nehme wieder einen früheren Zug. Im Ticket Office haben sie mir das Ticket auch umgebucht und ich habe mich auf die Reise begeben. Nach der Abfahrt habe ich dann gemerkt dass der Zug in dem ich sitze länger nach Omya braucht und ich meinen Anschluss nach Nagano verpassen werde. In Omya bin ich dann zum Infoschalter und dachte ich muss jetzt ein neues Ticket kaufen, stellt sich heraus dass mein Ticket nach wie vor gültig ist, ich habe nur meine Sitzplatz Reservierung verloren. Ich bin also in den Non-Reserved Wagen eingestiegen und mit dem späteren Zug gefahren. Die halbe Stunde die ich in Fukushima früher losfahren bin habe ich in Omya in eine um eine halbe Stunde spätere Abfahrt verwandelt.
In Nagano ist es heiss, etwa 35° in der Sonne. Ich dachte eigentlich hier ist es etwas kühler. Ich habe für den halben Tag den ich hier verbringe einen Tempelbesuch geplant – mein erster. Zenko-ji ist einer der wichtigsten Tempel in Japan und ist der Grund warum viele nach Nagano reisen.
Der Tempel ist Heimat der Ikko Sanzon Amida Nyorai. Angeblich die erste Buddha Statue die nach Japan gekommen ist. Sie ist so wichtig für den Buddhistischen Glauben dass sie 654 BC im Tempel versteckt wurde und keiner sie seither gesehen hat. Alle sieben Jahre wird eine Replika zur Schau gestellt. Von April bis Juni 2027 ist es wieder soweit.
Die Tempelanlage ist jedoch auch so imposant genug.
Eine weitere Sehenswürdigkeit in Nagano sind die „Snow Monkeys“. Kleine Äffchen die in den heissen Quellen baden. Hier LINK kann man mehr lesen.
Nachdem ich mein Zimmer bezogen habe bin ich noch einmal zurück zur Station um den Plan für morgen früh zurecht zu legen und noch etwas zu essen. In Nagano gibt es so viel zu Essen da fällt die Entscheidung schwer. Dann habe ich mir noch ein Eis gegönnt und beim Herumspazieren die Leute beim Warten auf den Bus Fotgrafiert.
Morgen dann die Alpenüberquerung „Tateyama Kurobe Alpine Route“.
Tag 37
Fukushima
In Fukushima ist es heute relativ ruhig gewesen, möglicherweise weil Sonntag ist. Ich bin den Tag ebenso ruhig angegangen. Ich bin auf nächsten Berg gegangen – Mount Shinobu Park, etwa 40 Minuten vom Zentrum. Dort gibt es drei Aussichtspunkte an denen man die Stadt gut sehen kann. Am Weg dorthin habe ich einige Katzen getroffen, eine hat sich sogar streicheln lassen. Dann zurück und eine Kleinigkeit gegessen. Am Weg zurück habe ich alle Einwohner gefunden, es war eine Tanzveranstaltung nahe des Zentrums. Open Air mit Ständen und sogar einem Streichelzoo. Dann noch am Bahnhof vorbei und die Tickets für morgen ausstellen lassen. Das ist notwendig weil man mit dem QR-Code alleine NICHT durch das Gate kommt. Auch eine Kleinigkeit die man schnell lernt.
Ach ja, am Weg vom Mt. Shinabou habe ich das Auto eines Mad Max Fans entdeckt. Hat mich zum Lächeln gebracht.
Am Abend bin ich doch noch einmal hinaus weil ich doch noch Hunger bekam. War wieder ein guter Griff.
Tag 36
Hakodate, Sendai
In Hakodate gibt es einen Morning Market den man besuchen sollte. Ich hatte zu wenig Zeit für Sightseeing und machte mich nach einem längeren Schlaf und einer Dusche auf dem Weg zum Bahnhof. Eine Kleinigkeit welche immer wieder zu Problemen führen kann ist das der Bahnhof auf dem der Shinkansen stehen bleibt ein anderer ist wie der Hauptbahnhof. Ich befand mich am Hakodate, der Shinkansen startet jedoch in Shin-Hakodate-Hokuto, eine 25 Minuten Zugfahrt mit Zügen etwa alle 30 Minuten. Ein Fehler hier kann zu einer Verzögerung von einer Stunde führen. Am richtigen Bahnhof angekommen hatte ich noch zwei Stunden Wartezeit. Ich bin zum Infoschalter und habe gefragt ob sie mein Ticket umbuchen können und sie konnten. Ich werde also zwei Stunden früher in Sendai ankommen, nett.
Hier ist eine Webseite mit einigen Sehenswürdigkeiten in Hakodate: LINK
Die Zugfahrt nach Sendai ist deshalb interessant weil es zwischen Hokkaido und Honshu den 53,85 km langen Seikan Tunnel gibt. Es ist der längste Unterwasser Tunnel der Welt und bis 1994 auch der tiefste Tunnel bis er vom Norwegischen Hitra Tunnel abgelöst wurde. Und es gibt Internet im Tunnel! Auf dem Streckenabschnitt Morioka – Sendai erreichte der Zug eine neue Höchstgeschwindigkeit: 315 km/h.
Nach der Ankunft in Sendai habe ich meinen Rucksack in der Gepäckaufbewahrung zwischengelagert und bin die Stadt erkunden gegangen. Ich war gleich in der Ichibancho Arcade, eine riesige überdachte Outdoor Shopping Mall wo es alles gibt. Natürlich an erster Stelle: Essen, aber es gab auch normale Lebensmittel und Drogerie Märkte, second hand shops, Elektronikläden und Fahrrad Spezialisten.
Die Ichibancho Arcade ist sogar die größte Shopping Mall in der Tohoku Region.
Natürlich wieder etwas gegessen und mich dann zu meinen Bahnsteig begeben.
Tag 35
Sapporo
Heute war ich in Sapporo unterwegs. Zuerst den Moerenuma Park besucht und mir dort ein Fahrrad ausgeborgt. Die Miete war mit 200 Yen lächerlich günstig. Dann den botanischen Garten der Universität besucht. Und schließlich den Curb Market wo es frische Krabben und Fisch gibt. Dort eine Kleinigkeit gegessen und mich letztendlich auf den Weg zur Autovermietung gemacht. Was man nicht unterschätzen soll ist wie groß Sapporo ist. Überhaupt habe ich das Gefühl generell die Entfernungen zu unterschätzen. Hokkaido (die Hauptinsel) ist fast so groß wie Österreich was sich auch an den gefahrenen Kilometern zeigt.
Das Auto fahren in Hokkaido, möglicherweise in ganz Japan, ist extrem entspannt und das hat sich auch auf mich übertragen. Ich habe mich kein einziges Mal aufgeregt dass jemand bei Grün nicht gleich losgefahren ist oder zu langsam unterwegs war. Im Gegenteil, ich habe mich selbst dabei beobachtet wie ich einfach hinten nachfahre und nicht überhole. Ich möchte sogar soweit gehen und feststellen dass ich das Autofahren in Hokkaido genossen habe. Ich hatte meine Musik, das Wetter war endlich schön. Ich habe sogar ein Stück Straße gefunden wo ich etwas schneller fahren konnte weil sonst niemand dort unterwegs war. Auf Anfrage sage ich wo.
Schräge bzw. Einmalige Sachen im Japanischen Verkehr:
.) Die Stop Tafel ist kein Achteck sondern ein auf der Spitze stehendes rotes Dreieck. Manchmal steht „Stop“ drinnen, aber oft nicht.
.) Die Ampeln stehen oft NACH der Kreuzung, man bleibt wesentlich früher stehen.
.) Die Fußgänger Ampeln emittieren Unterschiedliches Vogelzwitschern bei Grün, je nachdem welche Richtung gerade gehen kann. Kein Nervendes Beep beep wie bei uns.
Ich bin zum ersten Mal auf dieser Reise etwas traurig weiter zu fahren, es gibt hier noch so viel zu erkunden. Jetzt sitze ich im Zug nach Hakkodate wo ich eine Nacht bleibe und morgen geht es nach Fukushima.
Ach, noch ein Wort zu japanischen Toiletten. Erstens sind öffentliche Toiletten wirklich überall verfügbar, sogar in Convinience Stores (Mini Markt) und sauber und gratis! Dann ist es eine Offenbarung diese einmal zu Benutzen. Und schließlich haben sie endlich meine alte Idee der beheizten Klobrille implementiert.
Tag 34
Hokkaido
Heute war ich im Daisetsuzan Nationalpark. Es ist traumhaft schön dort. Überhaupt ist ganz Hokkaido landschaftlich schön. Ich war auf der Nordseite des Parks, in Sounkyo. Dort bin ich mit der Seilbahn Hinaufgefahren und oben ein bisschen herum gewandert. Ich wünschte ich hätte mehr Zeit für hier. Danach habe ich die zahlreichen heißen Quellen im Ort besucht. Das kann man sich wie eine Mini-Therme vorstellen. Es gibt drei Becken und eine Sauna, eines der Becken ist im Freien mit Bergsicht. Kostet 900 Yen (etwa €4,50). Dann auf dem Weg zurück nach Sapporo ins Hotel. Dort angekommen stellt sich heraus dass ich das Zimmer für morgen gebucht habe – dumm gelaufen. Netterweise haben sie es ohne Kosten stornieren können. Dann ein anderes Zimmer finden weil dort natürlich nichts frei ist. Eine weitere halbe Stunde durch die Rush-Hour von Sapporo gefahren um endlich mein Zimmer zu beziehen. Vorher jedoch noch etwas essen, ich hatte nur Überraschungs Reisbällchen mit mir unbekannter Füllung. Stellt sich heraus dass die Überraschung KEINE Fülle war, also nur Reis in Seetang mit etwas schwarzem Sesam. Nicht gerade ausgiebig. Das Essen im Restaurant war gut trotz rein japanischer Speisekarte. Auch Google Translate war keine große Hilfe. Ich habe Korean Style Chicken bestellt und eine Suppe. Es ist jetzt acht Uhr und ich muss noch die Webseite aktualisieren, Reisekostenabrechnung machen, für morgen Vormittag recherchieren was ich mir in Sapporo ansehe und eigentlich sollte ich meinen weiteren Weg nach meiner Ankunft in Fukushima buchen. Naja, vielleicht morgen. Ich bin müde.
Tag 33
Hokkaido (+7 Std.)
Nach einer angenehmen Nacht in Sapporo startete ich meinen Roadtrip nach Wakkanai gegen 9:00 Uhr. Die ersten paar Kilometer waren noch etwas ungewohnt, aber nach kurzer Zeit war das Fahren recht natürlich. Nur einmal, nach einer links-rechts Kombination, fand ich mich auf der Rechten Seite der Strasse wieder.
Nach Wakkanai, der nördlichste Ort Japans, besuchte ich noch den nördlichsten Punkt Japans – Cape Soya. Dann zurück nach Ashahikawa ins Hotel. Waren über 600km und fast zwölf Stunden. Morgen werde ich wahrscheinlich einen Nationalpark hier besuchen.
Tag 32
Nagoya und Reise nach Sapporo
Wieder Regen. Ich bin mir nicht sicher ob ich dem Regen folge oder umgekehrt. Bin ins technische Museum gegangen, war recht interessant.
Dann zum Flughafen (wieder eine knappe Stunde entfernt) und nach Sapporo auf Hokkaido. Dort habe ich mir ein Mietauto organisiert. Die erste Hüde war am Flughafen den Schalter der Mietwagenagentur zu finden. Die haben nämlich keinen. Im email steht dass ich eine Telefonnummer anrufen soll. Natürlich ohne internationale Vorwahl, da hab ich schon ein schlechtes Gefühl bekommen. Mal schnell geschaut was Japan für eine Vorwahl hat: +81. Die Stimme am anderen Ende kann natürlich kein Englisch. Das einzige Wort welches ich verstanden habe war Taxi. Ich gebe mein Telefon dem nächsten Taxler und lasse die beiden einmal die nächsten Schritte ausmachen. Irgendwann kommt dann ein „OK“ und wir fahren los. Etwa zehn bis fünfzehn Minuten später waren wir dann am Ziel. Der Vermieter wollte meinen internationalen Führerschein sehen, was mich gefreut hat, weil ich die 70.- beim ÖAMTC nicht umsonst ausgegeben habe. Ansonsten war er extrem entspannt. Da ist der Schlüssel, dort ist das Auto, auf Wiederschaun. Ok, ich steige ein, natürlich links, schnell meinen Fehler bemerkt und auf die andere Seite. Das Auto ist ein Toyota wasweissichwas mit 25000km. Nachdem ich nicht starten konnte habe ich noch einmal nachgefragt und er hat mich belehrt dass es ein Hybrid ist und ich einfach nur Gas geben muss. Ich hasse neue Autos.
Nachdem die erste Hürde gemeistert war kamen gleich die nächsten auf mich zu. Nacht, Regen, unbekannte Strasse, unbekanntes Auto, Linksverkehr und Navigieren. Ich habe keine Ahnung wie ich es mir schwieriger machen hätte können.
Der Weg zum Hotel war lang, über eine Stunde auf der Bundesstrasse. Angekommen gleich die nächste Herausforderung – Parken. Es gibt in der Nähe sog. Coin-Parking Plätze wo man fürs Parken zahlen muss. Einfach gesagt, jedoch ist die Anleitung in Japanisch. Stellt sich heraus dass das System anders funktioniert als bei uns. Man stellt sich einfach hin und zahlt beim wegfahren. Das System weiss wie lange man gestanden ist und nach 3,5 Stunden zahlt man den Tarif für 24 Stunden (700 Yen – etwa €3,50).
Dann noch etwas gegessen, geduscht und Webseite aktualisiert. Wieder nach 23 Uhr geworden.
Tag 31
Nagoya (+7 Std.)
Am Morgen mit dem Shinkansen (Bullet Train) von Tokio nach Nagoya weil ich den Nakasendo Trail in den Japanischen Alpen gehen wollte. Die Fahrt war sehr angenehm und dauerte nur etwa eineinhalb Stunden. Ich bin gleich ins Hotel um meinen Rucksack abzulegen (in der Gepäckaufbewahrung) und habe noch ein Frühstück im Hotel genossen. Dann mit dem Zug von Nagoya nach Nakutsagawa, von dort hätte ich einen Bus nach Magome-juku nehmen können. Leider hat es ziemlich stark geregnet, definitiv zu stark für eine vierstündige Wanderung. Ich habe mich deshalb entschlossen wieder umzukehren. Es war schade weil diese Gegend wirklich sehr schön ist. Am Abend habe ich die Sky-Promenade besucht (Ticket erforderlich) und bin erstmals mit der Größe von Nagoya konfrontiert worden. Nagoya ist Japans viertgrößte Stadt (nach Bevölkerung). Ebenso gibt es hier eine eigene, sehr schmackhafte, Küche. Bei der Rückreise mit der U-Bahn ist mir natürlich wieder ein typischer Ausländerfehler passiert. Ich stehe im U-Bahn Wagen und habe mich gewundert warum ich so groß bin. Dann habe ich gemerkt dass nur Frauen im Wagen sind. Immer noch nichts ahnend fragte ich mich ob die wohl alle ausgehen wollen. Da jedoch Montag war habe ich den Gedanken verworfen. Nach einer Station stieg ich aus und bemerkte ein Schild „Women only car“ was bedeutet dass der Wagen nur für Frauen reserviert ist. Manchmal ist es schon lustig ich zu sein.
Tag 30
Tokio
Heute: Regen.
Ich muss meinem Fuß noch mehr Ruhe gönnen, daher habe ich meine weitere Reise geplant. Ich habe dafür nahezu den ganzen Tag gebraucht. Ist eine ziemlich zeitraubende Tätigkeit die Züge oder Flüge zu recherchieren und dann Unterkünfte zu finden, Alternativen zu vergleichen und schließlich zu dokumentieren um nichts zu vergessen.
Ich habe mich in meiner Kapsel mit meinem Laptop verzogen und höre Musik nebenbei.
Tag 29
Tokio
Nichts zu berichten. Mache heute einen Ruhetag um meinem Fuß etwas Ruhe zu gönnen.
Tag 28
Tokio
Heute leichter Regen in Tokio. Mein linker Fuß tut weh deswegen habe ich mich entschlossen eine Tour mit dem Hop On Bus zu machen.
Am Abend die JDM Fast & Furious Tour gebucht. Wir sind mit zwei Nissan den Wangan Richtung Daikoku Car Park. Dort trifft sich alles was Rang und Namen hat. Von Skylines über Mitsubishi Evos und Subarus. Jede Menge an Bodykits und auch Motortuning, eine echte Subkultur. Ich muss jedoch gestehen dass mich das alles nicht mehr wirklich interessiert. Ein ernüchternder Blick in meine Vergangenheit.
Auf dem Weg zum Parkplatz und zurück nach Tokio war relativ starker Verkehr, ich denke die Zeiten wo man illegale Höchstgeschwindigkeitsrennen mit über 300 km/h veranstalten konnte sind lang vorbei. Auch hier ist, wie bei uns, das Verkehrsaufkommen der limitierende Faktor.
Nach dem Absetzen bin ich noch zur Shibuya Kreuzung um mir das Treiben dort anzusehen. Die Shibuya Kreuzung ist die beliebteste Kreuzung in der Welt mit angeblich 2500 Menschen alle 80 Sekunden. Heute waren es sicher nicht so viele wegen dem Regen, ist aber trotzdem beeindruckend. Man fragt sich jedoch wo die Leute alle hinwollen.
Tag 27
Tokio (+7 Std.)
Der Flug von Seoul nach Tokio hat nicht lange gedauert. Ich bin Recht früh zum Flughafen gefahren um für eventuelle Probleme noch Zeit zu haben. In Seoul braucht man eine Stunde mit dem Bus zum Flughafen. Mit der Ausnahme dass mein digitaler Boarding Pass nicht funktioniert hat war aber alles normal. Natürlich habe ich die blöde Sicherheitskontrolle vergessen und bin so meine Zahnpasta und mein Duschgel losgeworden. Ich habe dann noch etwas gegessen und auf meinen Flug gewartet. Boarding startete um 9:15, Abflug war um 9:50, Flugzeit 1:55. Ich habe den ganzen Flug verschlafen weil ich um 6:30 aufgestanden bin. In Tokio um 12 Uhr gelandet und durch die ganze Einreise Prozedur relativ schnell durch. Offenbar bin ich noch traumatisiert von Russland und benötige etwas Zeit um das als normal zu empfinden. Dann Ticket für den Zug in die Stadt gekauft. Braucht ebenfalls eine Stunde ins Zentrum. In der Stadt die U-Bahn Karte gekauft und prompt verloren – super. Zehn Euro später eine neue U-Bahn Karte gekauft und um 15:30 endlich im Guesthouse angekommen. Check in startet um 16 Uhr daher noch einen Mango Smoothie getrunken und endlich etwas entspannen. Die Reise nach Japan war für mich relativ kurz, ich denke gerade daran wie es von Wien, nach einem zwölf Stunden Flug sein muss.
Japan (Tokio) wirkt auf mich etwas entspannter als Korea (Seoul oder Busan), etwa wie ein älterer, reiferer Bruder der schon 20 Jahre mehr Erfahrung mitbringt und nichts mehr Beweisen muss. Natürlich gibt es hier genau die selben beleuchteten Straßen mit Werbung. Die U-Bahn ist gut beschriftet und weitreichend, Essen gibt es ebenfalls mehr als genug. Weniger Coffe Shops und die Klimaanlagen blasen nicht ganz so kalt, was angenehm ist.
Ach ja, man fährt hier links, daher GEHT man auch links. Daran erkennt man frische Touristen, die rennen immer die Einheimischen um.
Am Abend bin ich dann noch einmal raus weil mir eingefallen ist dass ich ja keine Zahnpasta habe. Bin zum Supermarkt und habe gelernt dass der Supermarkt hier keine Zahnpaste oder Duschgel führt. Beim nächsten Convinience-Store (7-Eleven) wurde ich dann fündig. Nachdem es noch nicht so spät war habe ich beschlossen Akihabara, Tokios Elektronikviertel, anzusehen. Wie schon aus dem Internet bekannt Neonreklame im maximal möglichen Ausmaß. Auch einen second-hand Laden habe ich gefunden (Hard Off) ohne jedoch interessante oder preiswerte Sachen zu sehen.
Zum Schluss noch etwas gegessen und zurück ins Hotel. War ein langer Tag.
Tag 26
Seoul
Endlich kein Regen mehr. Heute noch die letzten Sehenswürdigkeit angesehen. Bukchon Hanok Village und den Palast Changdeokgung mit Secret Garden. Am Abend noch etwas spazieren gegangen und noch etwas gegessen. Am Abend noch etwas spazieren gegangen und noch etwas gegessen.
Morgen früh geht es nach Tokio.
Fazit Korea:
Ich tue mir etwas schwer Südkorea oder Republic of Korea (ROK) wie es offiziell heisst einzuordnen. Es ist eine Mischung von ultra-modern und traditionell. Es ist sauber und die Koreaner sind ganz versessen auf Essen und Kaffee. Es gibt unglaublich viele Coffe Shops und zu Essen gibt es nahezu überall etwas. Auch die Qualität und der Geschmack sind sehr gut. Ich habe fertig verpackte Reistaschen in Seetang, Barbeque-Chicken, Dumplings aus der Mikrowelle, Burger und das schrägste: Seafood Pancake probiert. Alles war durchaus gut und essbar. Einzig einmal habe ich gebratenen Reis mit Huhn bestellt und das war für mich zu scharf zum essen. Kaffee gibt es hauptsächlich als Mischgetränk wie „Caramel Latte“ oder „Heavenly Vanillia“, aber man kann auch einen Espresso bekommen. Auch hier kann man sagen gut bis sehr gut. Die Preise für Essen und Trinken sind in etwa wie bei uns. Man kann aber auch deutlich billiger Essen. Es gibt Fertiggerichte die man nur mit Wasser aufgießen muss.
Die öffentlichen Verkehrsmittel sind sehr gut ausgebaut und extrem gut beschriftet. Alle Stationen haben Nummern, bei jeder Station sind die benachbarten Haltestellen angeschrieben damit man weiß in welche Richtung der Zug fährt. Die Stationen haben Türen zur Sicherheit und es ertönt eine Fanfare wenn der Zug kommt – was ich sehr amüsant fand. Abgerechnet wird mit einer „Transport Card“ die man (mit Bargeld) Aufladen muss. Das gilt sowohl für die U-Bahn aber auch für die Busse. Strassenbahnen gibt es keine in Seoul und Busan (zumindest habe ich keine gesehen).
Öffentliche Toiletten gibt es zahlreich und sie sind gratis und sauber. Da kann sich der Großteil von Europa etwas abschauen. Auf den Strassen gibt es kaum Mülleimer, in den Toiletten jedoch schon. Trotzdem liegt kein Müll auf der Strasse.
Nun zum größten Unterschied zu Europa: die unglaublichen Strassenreklame und Beleuchtung. Man kann nicht anders als das Gefühl zu haben in einer Mischung aus Cyberpunk Märchen und Videospiel zu sein. Speziell wenn es regnet und die Sonne verschwindet ist das Gefühl unbeschreiblich. Ich denke jedesmal ich bin im Film „Blade Runner“ und Harrison Ford kommt um die Ecke.
Als Ausgleich zu den hektischen und lauten Strassen gibt es jedoch Parks, Urban Areas und Tempel als Ausgleich. Die Parks sind sehr schön, die Urban Areas (Plätze in der Stadt wo man Sitzen und Relaxen kann) vielzählig. Rund um den Seoul Tower ist ein sehr großes Gebiet in dem man sogar ein bisschen Wandern kann.
Außerhalb der Stadt muss man natürlich das Strassen- und Zugnetz hervorheben. Ich habe nur die „langsamen“ Züge verwendet weil die „schnellen“ ausgebucht waren. Mit „langsam“ meine ich jedoch 200km/h! Auch das Strassennetz wirkt modern und gut ausgebaut. Natürlich ist in Seoul (und auch in Busan) der Verkehr recht zähflüssig zu den Stosszeiten. Das ist jedoch in jeder großen Stadt so.
Ich muss sagen ich habe nach einer Woche Südkorea die Lust weiter zu Reisen. Japan, im speziellen Tokio, ist wahrscheinlich noch mehr vom selben, aber da werde ich mehr Zeit außerhalb der großen Städte verbringen. Ich mag zwar viele Aspekte von Seoul und möchte jedem Empfehlen hierher zu kommen aber eine Kleinigkeit nervt mich. Die Klimaanlagen laufen überall. Zwar nicht so schlimm wie in Vladivostok aber dennoch unnötig stark. Da haben sie angenehme 30°C und überall kühlen sie auf 24-25°C herunter. Das fühlt sich schon kalt an wenn man von draußen nach drinnen kommt. Ich habe meine Jacke mit und ziehe diese an wenn ich REIN gehe, kompletter Wahnsinn.
Tag 25
Seoul
Schon wieder den ganzen Tag geregnet. Ich habe wieder meine Pläne geändert und war in einem traditionellen Koreanischen „Bathhouse“ genau: Jjimjilbang. Das ist so ähnlich wie eine Therme bei uns. Man hat verschiedene Becken mit unterschiedlich temperiertem Wasser. In diesen Becken ist man nackt und Männer und Frauen sind getrennt. Dazu bekommt man ein T-Shirt und Shorts welche man anzieht für den gemischten Saunabereich. Irgendwie verkehrt für unser Verständnis. In der Sauna kann man auch nicht sitzen und es gibt keine Aufgüsse. Auch kann man in den Becken nicht Schwimmen, dafür sind sie zu klein.
Ich habe dann noch ein „Full Body Scrub“ genommen. Da wird der ganze Körper abgeschruppt mit etwas was sich anfühlt wie ein Topflappen nur größer und rauher. Ist nicht wirklich angenehm, aber nachher fühlt es sich schon gut an. Hier kann man mehr dazu lesen: LINK
Danach habe ich das bekannte Dongdaemun Design Plaza (DDP) angesehen. Das ist ein einziges Kunstobjekt mit einer Shopping Mall drinnen (wie alles in Korea). Einige Male im Monat gibt es eine beeindruckende Lichtshow. Leider ist diese genau am Donnerstag Abend, da bin ich schon in Tokyo. Hier kann man mehr dazu lesen: LINK
Abschließend war ich noch die Starfield Bibliothek besuchen. Das ist ein oft fotographiertes Instagram Motiv. Das bestechendste Merkmal ist das 13m hohe Bücherregal. Es wurde gerade etwas renoviert, daher konnte ich nicht so viele Fotos machen. Hier gibt es mehr zu lesen: LINK.
Mal sehen ob es morgen wieder regnet. Schön langsam gehen mir die Ideen aus.
Tag 24
Seoul
Nachdem der heutige Tag verregnet war habe ich meine Pläne geändert und einige der zahlreichen Electronic-Malls erkundet. Hier lässt sich so ziemlich alles finden. Von elektronischen Bauteilen, Stecker, Kabel, Werkzeug und Komponenten bis vintage MP3 Player und Camcorder, aber auch neue Audio Komponenten, Latsprecher und Verstärker sowie Spielkonsolen in klein und groß.
Tag 23
Seoul
Heute einige Locations der Fernsehserie „Sense 8“ angesehen und zum Seoul Tower aufgestiegen. Am Nachmittag den Flohmarkt in Dongmyo angesehen. Leider nicht das was ich gehofft habe.
Tag 22
Reise nach Seoul (+7 Std.)
Nicht viel zu sagen. Mit dem Zug nach Seoul gefahren und einen Barbershop gefunden. Ist gar nicht so einfach gewesen.
Tag 21
Busan (+7 Std.)
Busan angesehen. Leider sehr verregnet. Angesehen haben wir uns:
- Haedong Yonggungsa Temple
- Blue Line Park & Cheongsapo Village
- UN Memorial Park
- Gamcheon Culture Village
Morgen geht es nach Seoul.
Tag 20
Donghae und Reise nach Busan (+7 Std.)
Ich bin nach Südkorea in Donghae eingereist und bin sehr freundlich empfangen worden. Die Einreise hat nur etwa eine halbe Stunde gedauert obwohl ein großer Andrang war. Auf der Straße habe ich seltsamer Weise mein erstes Huhn gesehen bevor ich den ersten Menschen sah. Richtung Bahnhof gegangen und beim ersten Mini Markt Wasser gekauft. Ich konnte problemlos mit meiner Debitkarte bezahlen. US Dollar wurden nicht akzeptiert. Zeitverschiebung ist eine Stunde weniger als in Vladivostok, also UTC +9. Im Bahnhof Ticket gekauft und in einem coffeeshop einen Espresso getrunken während ich auf meinen Zug wartete. Englisch wird gesprochen, aber nicht sehr gut. Internet ist überall verfügbar und Google Translate arbeitet gut für komplizierte Fragen.
Ich habe absichtlich gewählt in Busan mit meiner Korea Reise zu beginnen um nicht von den Eindrücken in Seoul überwältigt zu werden.
Um 15:39 Ortszeit fuhr mein Zug pünktlich los und brachte mich mit gemütlichen 200 km/h nach Busan. Alles ist unglaublich gut beschildert und dokumentiert, natürlich auch in Englisch. Man kann den Bahnsteig erst zehn Minuten vor dem der Zug losfährt betreten, dafür wird das Ticket am Bahnsteig kontrolliert. Die Straßen sind extrem sauber, selbst die Stellen welche man nur vom Zug sehen kann. Angeblich gibt es in Busan guten Fisch zu essen, ich bekomme langsam Hunger.
Nachdem ich in Busan angekommen war wurde ich doch etwas überrascht von der Größe und der Anzahl an Geschäften, Restaurants und Coffeshops. Habe den Weg durch den Commercial Market genommen und mir dort etwas zu Essen gekauft. Nun habe ich wirklich das Gefühl aus Russland draussen zu sein. Die Strasse in der ich wohne ist wie die Kärnter Strasse aufgedreht auf elf und zehnmal so groß. Und das ist eine kleinere Nebenstrasse.
Tag 19
Reise nach Donghae (Südkorea)
Vorbereitungen für Korea
Man benötigt für Korea kein Visum und kein K-ETA, aber eine e-Arrival card. Um diese zu bekommen muss man Einreisedaten, Ausreisedaten und Daten der Unterkunft bekannt geben. Ich habe mich wieder für ein Kapselhotel entschieden. Ich bin mittlerweile ein Fan. Ich brauche kein großes Zimmer und lege mehr Wert auf gute Lage, das trifft bei dieser Art von Hotel immer zu.
e-Arrival Card: LINK
Goodday Cube LINK
Reise nach Korea
Am Tag der Abreise aus Russland eine halbe Stunde früher, um 9:30 beim Boarding gewesen. Nach eineinhalb Stunden war ich bei der Passkontrolle der Russen. Natürlich wieder zur Seite geholt und in ein Nebenzimmer geführt. Wieder 50 Fragen, Telefon genommen, nach PIN Code gefragt und mit dem Telefon verschwunden. Dann Interview, warum in Russland, wie lange, welche Ausbildung habe ich, wo wohnen ich, was verdienen ich, woher habe ich das Geld um zu Reisen, habe ich Militärdienst absolviert, war ich in der Ukraine, habe ich Freunde im Krieg,…
Es ist derzeit keine so gute Idee durch Russland zu Reisen. Nach zwei Stunden war ich auf dem Boot und erleichtert aus Russland draußen zu sein. Um 13:15 haben wir abgelegt und uns auf die 24 Stündige Fahrt gemacht.
Fazit Russland:
Interessantes Land, groß und vielfältig, tolle Gebäude, Kunst und Kultur. Durch die Größe sind nahezu alle Klimazonen vorhanden und die Vegetation ist divers. Die Menschen sind freundlich aber kaum jemand spricht Englisch, es ist nichts zweisprachig angeschrieben somit ist man total verloren wenn man nicht zumindest das kyrillische Alphabet kann, dann wird es deutlich leichter. Ich bin kein Freund der massiven Eingriffe in meine Privatsphäre und der Verhöre. Es gibt nur stark eingeschränktes Internet, auch in Großstädten, VPN hilft etwas, funktioniert aber nicht mit einer e-sim (ich verwende Holafly, möchte aber zu Ubigi wechseln). Soziale Netzwerke funktionieren gar nicht über GSM. Ich habe nur in Novosibirsk einmal telegram benutzen können, wahrscheinlich ein Konfigurationsfehler der Russen. Im Hotel über WLAN und VPN geht es. Ich bin froh nach zwei Wochen Russland verlassen zu können.
Tag 18
Vladivostok (+8 Std.)
Vladivostok fühlt sich nicht an wie Russland. Es ist heiss, es ist feucht, in jedem Geschäft bläst die Klimaanlage auf Vollgas. Draußen schwitzt man, drinnen bekommt man eine Ohrfeige und wenn man zu lange im Geschäft bleibt wird man krank. Internet funktioniert, nur über Nacht schalten die Russen GPS ab. Morgen geht es weiter nach Südkorea mit der Fähre.
Tag 17
Ankunft in Vladivostok (+8 Std.)
Mit etwa vier Stunden Verspätung angekommen. Vladivostok hat mich mit Sonne und 27°C empfangen. Erst einmal das Büro der Eastern Cruise and Ferry finden wegen dem Ticket nach Südkorea. Hat sich als nicht so einfach erwiesen. Nach eineinhalb Stunden gefunden, Ticket ist kein Problem, Zahlung in Rubel - ausschließlich. Ich gehe wechseln. Alles mit dem 15kg Rucksack. Den kann ich nicht im Büro zwischenlagern weil der kann ja ein Sicherheitsrisiko sein. Na dann, im gleichen Business Center gibt es eine Money Exchange. Natürlich wechseln die nicht - mist. Die nächste Wechselstube ist zu weit zu gehen. Im Business Center ist jedoch ein ATM (Bankomat) der T-Bank von der ich ja eine Karte habe. Also 300 USD auf die Karte geladen und bei der Eastern Ferry and Cruise mit der Karte bezahlt - grandios. Dann Hotel finden. Sollte einfach sein, war es aber nicht. Nach einer weiteren Stunde dann gefunden (der eigentliche Fußweg war 20 min.). Einchecken um 14 Uhr, ich eine halbe Stunde zu früh. Na immerhin habe ich meinen Rucksack ablegen können. Etwas essen, Wasser kaufen und die Karte mit weiteren 200 USD aufladen für das Hotel.
Tag 10-16
Reise mit der transsib
Tag 1
Abfahrt von Moskau um 1 Uhr morgens. Ich habe ein Schlafabteil für vier Personen und habe recht gut geschlafen. Keiner spricht Englisch oder Deutsch, alles ist in kyrillisch angeschrieben, kein Internet, kein WLAN nicht einmal GPS funktioniert. In der Nacht überfahren wir eine Zeitzone und gehen von UTC+3 auf UTC+5. Im Gang gibt es heisses Wasser für Tee, ein teebeutel kostet 75 Rubel (etwa € 0.72). Den ersten Tag hauptsächlich mit schlafen verbracht. Kurz nach Mittag haben wir gehalten und konnten den Zug für etwa 15 Minuten verlassen um uns am Bahnsteig etwas zu essen kaufen zu können. Es gibt auch einen Speisewagen den ich wahrscheinlich morgen probieren werde.
Tag 2
Diesmal kein Frühstück, warum weiss ich nicht. Möglicherweise habe ich geschlafen wie die Bestellung aufgenommen wurde. Kurz vor Mittag Ortszeit halten wir in Ekaterinburg, eine große Stadt. Leider nur für etwa 15 Minuten um die Verspätung aufholen zu können. Ich habe mir ein großes Handtuch organisiert, kostet etwa ein Euro sechzig. Heißes Wasser gibt es nur während der Fahrt. Heute habe ich gemerkt dass nicht einmal telefonieren möglich ist obwohl die Signalstärke sehr gut ist. Man ist also komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Ich wünsche mir eine gute alte Landkarte in Papier. Nachdem wir so kurz in Ekaterinburg gehalten haben probiere ich den Speisewagen aus. GPS funktioniert wieder. Wir sind mit etwa 115 km/h Spitze unterwegs und befinden uns auf der Länge 61° 10′. In Russland hat sich Yandex Maps als bessere Alternative zu Google Maps gezeigt. Das Essen im Speisewagen ist mittelmäßig, ich bekomme ein undefinierbares Stück vom Huhn mit Reis. Dusche ist gut und heiß.
Tag 3
Wieder eine Zeitzone überfahren und sind jetzt auf UTC +7. Ankunft in Novosibirsk, es gibt zum ersten Mal Internet. Schnell per E-Mail probiert Tickets für die Fahrt von Vladivostok nach donghae zu bekommen. Ist nicht so einfach. Cash geht gar nicht, die russische Seite akzeptiert keine ausländischen Kreditkarten und die koreanische Seite will Banktransfer. Telegram funktioniert ebenfalls, ein Selfie als Lebenszeichen gesendet. Mittlerweile sind wir wieder losgefahren und das Internet ist weg. Essen im Speisewagen, heute einmal Palatschinken mit Huhn und Champignons, war nicht schlecht. Wir sind durch den Ort Taiga gefahren und in etwa zwei Stunden sind wir in Mariinsk wo wir wieder etwas länger (34 min.) halten. Mal sehen ob es Internet gibt.
Leider kein Internet für den Rest des Tages. Vielleicht morgen.
Tag 4
Am Morgen, in Yurty, in die nächste Zeitzone (UTC +8) gewechselt. Frühstück im Speisewagen, diesmal Omelett, war ok. Langsam arbeiten wir uns vor nach Irkutsk, wieder eine größere Stadt. Die Hoffnung auf Internet lebt. 17:47 Ortszeit, sind gerade in Zima eingefahren. Über eine Stunde Verspätung. Ein betrunkener Russe der glaubt er kann Deutsch hat mich in ein Gespräch verwickelt. Sehr zur Belustigung miner Mitreisenden im Abteil. Er ist irgendwann gegangen nachdem wir die Tür versperrt haben. Ich habe zum ersten Mal meinen Laptop eingeschaltet und ein bisschen programmiert. Am Abend haben wir den Baikalsee an der Südspitze passiert. Es war zu dunkel um Fotos zu machen.
Tag 5
In der früh haben wir kurz in Ulan-Ude gehalten. Die Landschaft wird hügelig im Osten. Mittags fahren wir in eine weitere Zeitzone (UTC +9). Heute schon wieder ein betrunkener Russe der glaubt er spricht Englisch mit mir beim Essen reden wollen. Kurzer Aufenthalt in Chita wo es kurz Internet gibt aber keine Chance die Reservierung und die notwendigen Unterlagen für Südkorea auszufüllen.
Tag 6
Kurzer Aufenthalt in Chernyshevsk um drei Uhr früh, dann in Mogocha um neun und dann in Skovorodino um 19 Uhr. Ist zumindest der Plan. Leider wieder Verspätung. Im Speisewagen haben sich wieder Leute zu mir gesetzt und versucht mit mir zu reden. Diesmal ein Pärchen, nur leicht betrunken. Sprechen kein Englisch und reden auf russisch weiter. Natürlich verstehe ich nichts. Immerhin haben sie mein Essen bezahlt, das war nett. Jetzt kann ich schon sagen ich bin östlicher als jemals zuvor.
Tag 7
Kurzer Aufenthalt in Belogorsk um drei Uhr und in Khabarovsk um 16 Uhr geplant. Tatsächlich waren wir erst um 20:10 in Khabarovsk. Am kommenden Morgen sollen wir in Vladivostok einfahren. Am späten Vormittag werden wir in die letzte Zeitzone wechseln UTC +10. Meine mitreisende Familie im Abteil steigt etwas früher aus. Sie haben die Großmutter welche etwas südlich von Moskau wohnt besucht. Sie haben aber gemeint dafür bleiben sie auch etwas länger bei ihr. Ist eine andere Welt.
Fazit
Eine Reise mit der transsibirischen ist sicherlich ein Erfahrung die man nicht vergisst. Wenn man ein Detox von social Media machen möchte ist es genau das richtige. Man kann sich kaum vorstellen wie wichtig das Internet mittlerweile geworden ist. Ich meine nicht zwangsläufig social Media sondern einfache Informationsbeschaffung, Tickets buchen und Messenger Dienste, speziell wenn man unterwegs ist und keinen Kontakt zur Außenwelt hat. Man muss sich sehr gut mit sich selbst beschäftigen können um diese Reise zu überstehen, oder man kann Russisch. Das Essen ist auch nicht das gesündeste und man bewegt sich sieben Tage so gut wie gar nicht. Ansonsten habe ich einige Bekanntschaften gemacht (nicht nur betrunkene Russen) und konnt mit Menschen von verschiedenen Ländern plaudern. Mein Plan die Zeit zu nutzen um meine weitere Route zu planen und zu buchen hat sich als komplett unmöglich herausgestellt. Auch die Webseite updaten war nicht möglich. Internet war wenn überhaupt nur in den größeren Städten verfügbar und die Haltezeiten welche im Fahrplan angegeben sind wurden immer dramatisch verkürzt um die Verspätung aufholen, oder zumindest zu minimieren. Diese betrug gegen Ende der Reise etwa vier Stunden. Bei den längeren Pausen wurde auch der Zug inspiziert indem jemand (ein fachkundiger) mit einem kleinen Hammer auf Teile des Zuges geklopft hat. Bei einem „ping“ war alles gut, bei einem „plong“ hätten wir ein Problem. Aufgrund dieser notwendigen Tätigkeit konnte die Haltezeit auch nicht kürzer sein als etwa zwanzig Minuten.
Tag 9
Reise nach Moskau (+1 Std.)
Um 5:30 geht der Zug nach Moskau. Es ist ein Schnellzug mit Ankunftszeit 9:20. Danach kurz Moskau ansehen, um ein Uhr früh geht es weiter. Moskau ist ebenfalls sehr beeindruckend. Vielleicht etwas schmutziger als St. Petersburg in manchen Ecken.
Tag 8
St. Petersburg - Schloss Peterhof (+1 Std.)
Heute sah ich Schloß Peterhof einige Kilometer außerhalb von St. Petersburg. Beeindruckend ist nicht nur die Größe des Anwesens sondern auch die zahlreichen Fontänen und Wasserspiele welche ohne Pumpen funktionieren. Falls sich jemand fragt wie das geht? Das Wasser kommt aus dem 20km entfernten Ropsha welches über 100m höher liegt.
Tag 7
St. Petersburg (+1 Std.)
St. Petersburg ist eine wunderschöne Stadt. Es gibt so viel zu sehen, man weiss kaum wo man beginnen soll.
Tag 6
Reise nach St. Petersburg (+1 Std.)
Diesmal mit dem Bus um 4:00 Uhr von Tallinn nach Narva. Dann zu Fuss über die Grenze nach Ivangorod, dann mit einem anderen Bus nach St. Petersburg. Klingt einfach, hat sich aber als Horrortrip herausgestellt. Erst einmal fünf (!) Stunden an der Grenze gewartet obwohl wir um 6:25 angekommen sind, und die Grenze erst um 7:00 geöffnet hat. Wir waren also relativ weit vorne in der Schlange (man merkt NICHT ganz vorne!). Erst nach fünf Stunden war ich dran. Was ich jedoch nicht gewusst habe ist dass man keine Euro ausführen darf. Also noch einmal raus und alles wechseln. Dollar und Rubel ist in Ordnung aber KEINE EURO! So ich wechsle fleißig vergesse aber meine zweit Geldbörse im Rucksack. Noch einmal anstellen, bei der kurzen Schlange, eine halbe Stunde später bin ich durch und komme zur Gepäckuntersuchung. Natürlich finden sie die zweite Geldbörse und sind nicht sehr erfreut. In ein Nebenzimmer geführt, Protokoll geschrieben, gewartet und wieder entlassen. Keine Strafe gezahlt weil ich Ihnen versichern konnte dass ich es tatsächlich vergessen habe. Wieder raus, wechseln, eine Kleinigkeit essen und wieder anstelln. Natürlich ganz hinten! Ich habe jedoch die Grenzbeamten überzeugen können dass sie mich vorlassen. Nach einer weiteren Stunde war ich dann durch. Jetzt zu den Russen. Zuerst sind sie etwas suspekt über den Zweck meiner Reise, dann gefällt ihnen mein neuer EU-Pass nicht. Wieder in ein Zimmer geführt, wieder warten. Jede Menge Fragen beantworten. Telefon überprüft und alles notiert (inklusive IMEI). Alle Hotels notert, Telefonnummer notiert. Dann, endlich, entlassen. Gesamtzeit an der Grenze 10:35! Ja, zehn Stunden und 35 minuten. Dann Bus nach St. Petersburg, dann ins Hotel. Gesamtzeit: 3:30 aufgestanden, 23:30 schlafen gegangen.
Tag 5
Riga, Reise nach Tallinn (+1 Std.)
Mein Zug ging um 11:45 von Riga nach Tallinn. Ankunft in Tallinn war um 18:05. Die Zugverbindung war aus unerklärlichen Gründen geteilt mit einer 50 minütigen Busfahrt dazwischen.
Tag 4
Riga (+1 Std.)
Nach drei Stunden Schlaf ging es zurück zum Bahnhof in Vilnius. Der Zug verließ den Bahnhof rechtzeitig um 6:56. Die Fahrt habe ich größtenteils verschlafen. Anmerkung am Rande: Die Züge von LTG Link wäre alle sehr modern mit Klima, Ladestecker unter jedem Sitz und großer Toilette. Riga ist eine sehr charmante Stadt, Nicht ganz so modern wie Warschau aber viel Character, nette Altstadt, viele Cafes und Restaurants, gutes öffentliches Verkehrsnetz, schöne Parks.
Tag 3
Warschau, Reise nach Vilnius (+1 Std.)
Der dritte Tag meiner Reise fing recht gut an. Ich sah mir noch einige Sehenswürdigkeiten in Warschau an, unter anderem eine Sammlung an alten Pinball und Arcade Maschinen (Link unterhalb). Um 14:57 ging mein Zug nach Vilnius. Der Zug fuhr pünktlich ab, leider stoppte er nach etwas drei Stunden um 18 Uhr etwas außerhalb von Bialystok für eine Stunde ohne Lüftung. Dann ging es für weniger Kilometer weiter nach Czarny Blok wo der Zug wieder zu stehen kam. Man konnte aussteigen um die frische Luft zu genießen. Dann fing es an zu regnen. Auf Nachfrage bekam ich die Auskunft dass die Lok von hinten nach vorne getauscht werden muss. Nach weiteren eineinhalb Stunden ging es weiter.Dadurch dass nun nur eine Lok gezogen hat war der Zug auch langsamer unterwegs. Bis Vilnius hat sich die Verspätung auf über drei Stunden vergrößert.
Tiger Score Museum: LINK
Tag 2
Warschau
Berlin ließ mich nicht so ohne weiters gehen. Die Bestätigung der deutschen Bahn, welche ich per email zugesendet bekommen habe, hat mich zu einem falschen Ort geleitet. Natürlich habe ich den Bus (Schienenersatzverkehr) verpasst. Zurück am Bahnhof wurde mir glücklicherweise das Ticket umgeschrieben auf den nächsten Zug (zwei Stunden später). Beinahe hätte ich den zweiten Bus verpasst weil am Ticket eine komplett andere Nummer gestanden ist als im Bus. Ich habe dann einfach einen der Busfahrer angesprochen und der hat mich dann in einen Bus gesetzt und ist mit mir abgefahren. Von Berlin ging es nach Frankfurt an der Oder und dann mit dem Zug nach Warschau.
Ich bin schwer beeindruckt von Polen und Warschau im speziellen. Alles sauber und modern. Ich habe ein (!) altes und verfallenes Industriegebäude am Weg gesehen. In Warschau gibt es so viele nette Ecken, Lokale und reges Treiben. Im Vergleich zu Berlin wirkt dieses klinisch, überreguliert und leblos.
Tag 1
Berlin
Stadt erkunden. Viel gelaufen. Tagesticket für die öffentlichen Verkehrsmittel gekauft (€11,20.-). Übernachtet im Space Capsule Hotel. Morgen geht es um 5 Uhr weiter.
Tag 0 (7.8.2026, Freitag)
Abfahrt von Wien
Abfahrt war von Wien um 22:10. Verspätung waren etwa 10min. Das Schlafabteil war in Ordnung.
Weltreise 2026
Vorberreitungen und Routenlanung:
Hauptziel des ersten Teils meiner Weltreise war es mit dem Zug durch Russland zu fahren. Es gibt dazu normalerweise mehrere Möglichkeiten (Trans-sibirische, Trans-mongolische und Trans-mandschurische Linie). Dummerweise verkehrt zur Zeit (2026) nur mehr die Transsibirische Linie von Moskau nach Wladiwostok was meinen ursprünglichen Plan direkt nach Peking zu kommen zunichte macht. Es gilt nun nach Moskau zu kommen. Der Ukrainekrieg und die Sanktionen gegen Russland haben die Sache deutlich erschwert. Die meisten ausländischen Anbieter haben ihre Services eingestellt. Bei den russischen Anbietern kann man nicht mit ausländischen Kreditkarten zahlen. Auch der russische e-visa Antrag muss über eine arabische Bank in Dirham bezahlt werden.
Ich habe die Entscheidung getroffen in Berlin zu beginnen. Danach Warschau und, um Weißrussland zu umgehen, Litauen (Vilnius), Lettland (Riga), Estland (Tallinn) und dann weiter nach St. Petersburg. Von St. Petersburg gibt es einen Schnellzug nach Moskau wo dann der Zug Rossiya geboardet werden kann.

Transsib-Routen
DIAMIR Archiv
Retro Fest UK 2026 in Swindon




























































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































