Was ist "Retrocomputing"?

 

Laut Wikipedia wird Retrocomputing folgendermaßen definiert:

Retrocomputing (von lat. retro = rückwärts und Computer) ist die Verwendung von Computer-Technologie, die von ihren Herstellern aufgegeben wurde, zwecks

Für mich ist besonders interessant was auf einfacher 8-bit Hardware möglich ist und wie „alte“ Betriebssystem funktionieren, wie sich das Arbeiten mit diesen Systemen „anfühlt“ und was damit alles möglich war. Im Zuge dieser Tätigkeit bin ich regelmäßig mit Hardware konfrontiert welche ich am Leben erhalten möchte. Auf dieser Seite präsentiere ich meine Systeme.


Systeme mit Motorola CPU (6800, 6802, 6803, 6809)

Epson HX-20 (HC-20)

Sehr erfolgreicher Laptop der ersten Stunde. Dual CPU System (2x Hitachi 6301)

Vectrex Game System

Die Besonderheit ist das Vector Display.

Heathkit Microcomputer Learning System

Sehr frühes Entwicklungssystem für die Motorola 6800 CPU.

Thomson TO-9

spätes System der Thomson TO und MO Reihe. Internes 3.5″ Floppy Laufwerk, 6809 CPU.


Systeme mit MOS CPU (6502, 65816, 6512,...)

BBC Master

Nachfolger des BBC Micro. Besonders ist die „TUBE“ Schnittstelle an der zusätzliche Prozessoren angebunden werden können.

Synertek SYM-1

Entwicklunssystem für die 6502 CPU.

Commodore VIC-20 (VC-20)

Einflussreicher Computer erstmals mit Grafik und Sound.

Commodore C64

Kennt wohl jeder.

Commodore C128D

Nachfolger des C64 mit doppelt so viel RAM, doppelt so schnell und einer Z80 CPU. Auch zwei Grafiksysteme welche gleichzeitig benutzt werden können. Oberhalb ist das ältere System mit dem Henkel, unterhalb die neuere kostenreduzierte Version.

Apple II Europlus

Für Europa hat die NTSC Videoausgabe nicht funktioniert. Apple musste daher eine erweiterte Hardware für Farbausgabe im PAL System produzieren.

Atari XE Game System

Ein 65 XE mit externer Tastatur.

Atari 800 XL

Ein später Zugang zur sehr erfolgreichen Atari 8-bit Linie.

Ernst Steiner PUZZLE 6502 Multi User System

ein System aus Österreich. Die einzigen Informationen zum Nachfolgesystem (es65) finden sich auf meiner Bitbucket Seite.

Ernst Steiner es65 6502 Multi User System

ein System aus Österreich. Die einzigen Informationen zu diesem System finden sich auf meiner Bitbucket Seite.


Systeme mit sonstiger CPU

Psion 5

Mein erster PDA und einer der besten elektronischen Helfer der späten 90er Jahre. Läuft mit überall erhältlichen AA Batterien, beleuchtetes Display und Infrarot Schnittstelle zum Mobiltelefon (Ericsson SH888).

IBM 6150

Der IBM 6150 ist ein Unix System welches mit einer eigenen IBM Risc CPU (ROMP) betrieben wird. Das Betriebssystem is UNIX (AIX). Es können bis zu acht Terminals angeschlossen werden (mit speziellen Steckern).

UNIX Boot
serielle Schnittstellen

Systeme mit Z80 oder 8080 CPU

Osborne 1

Der „Granddaddy“ aller Laptops und Portables sowie ein immer noch gelehrtes Beispiel was man vermeiden sollte (Osborne Effekt). Verfügbar ab 1981, 11kg schwer und somit einer der ersten „portable“ Computer. Der Einführungsslogan lautete: „Unser Computer passt unter jeden Flugzeugsitz.“ 

Z80 CPU mit 4MHz, CPM 2.2, 5″ Monitor (52×24 Characters), 64kB RAM und eine vielfältiges Softwarepaket machten den Osborne 1 relativ attraktiv. Ich habe meinen Osborne mit einem Gotek Laufwerk erweitert, hierzu habe ich eine Adapterplatine angefertigt damit das Laufwerk in der Mitte sitzt und außerdem von Edgeconnector auf 34pin Stiftleiste umgesetzt wird.

Kaypro IV

Ähnliche Ausstattung wie der Osborne 1 aber 8″ Monitor (80×24 Characters) 

TRS-80 Model 1

Einer der ersten Personal Computer. Er teilt sich den Titel mit dem Commodore PET und dem Apple II. Verkaufsstart 1977, Z80 CPU mit 1.77 MHz und 4kB RAM.

Sinclair ZX81

Verkauft ab 1981 als Nachfolger des ZX80. Z80 CPU mit 3.25 MHz und 1kB RAM. Sinclair brachte mit diesen Modellen den Homecomputer wirklich an die Massen.

IQ 8300

Es gab auch Hersteller welche den ZX81 geclont haben. Ebenfalls bekannt unter: „Lambda 8300“, „Power 3000“, „DEF3000“ und „Basic 2000“. Z80 CPU mit 3.25 MHz und 2kB RAM.

Amstrad CPC464

4MHz Z80 CPU (mit Waitstate für Video). CP/M 2.2 verfügbar. Externes 3″ Floppy Laufwerk aber internes Kassettenlaufwerk.

Amstrad CPC6128

4MHz Z80 CPU (mit Waitstate für Video). CP/M 2.2 verfügbar sowie CP/M Plus (3.1). Internes 3″ Floppy Laufwerk. Ich habe ein externes Gotek Laufwerk hinzugefügt.

Philips VG-8020

Einer von vielen MSX kompatiblem Computer.

Philips VG-8835

Einer von vielen MSX2 kompatiblem Computer.

Epson PX-4 (HC-40 or HX-40)

Z80 CPU und CP/M in einem handlichen Formfaktor.

Amstrad NC-100

Z80 CPU mit eigenem Betriebssystem. Gute Tastatur und lange Laufzeit mit 4x AA Batterien.

Amstrad NC-200

Clamshell Design mit Z80 CPU und eigenem Betriebssystem. Nachfolger des NC-100. Gute Tastatur und integriertes 3.5″ Floppy Laufwerk. Ich habe meinem ein Gotek Laufwerk spendiert.

Multitech MPF-1 "Micro Professor"

Verkauft ab 1981 als Entwicklungssystem für Z80 Programmierung in Assembler. Z80 CPU mit 1.76 MHz und 2kB RAM Monitor im 2kB ROM. Später auch Tiny Basic verfügbar.


Systeme mit x86 CPU

Koffer- oder "Lunchbox" Computer

Bereits in den frühen Tagen der Mikrocomputer hat es Bestrebungen gegeben dies portabel zu machen. Ein oft zitiertes Model ist der Osborne 1, der in der Kategorie „Systeme mit Z80 CPU“ zu finden ist.

In der PC-kompatiblem Welt hat es einige Zeit diese portablem Computer gegeben welche wahrscheinlich um einiges günstiger waren als Laptops und trotzdem transportabel. Ein weiteres Plus war die Erweiterbarkeit mit Standard ISA oder PCI Steckkarten.

frühes 80286 System
System mit Pentium CPU

Amstrad PPC512 und PPC640

Einer der schrägsten Laptops ist der Amstrad PPC. Er kann tatsächlich mit Batterien betrieben werden (10x D-Typ) und ist relativ schnell durch seine mit 8MHz getaktete NEC V30 CPU (8086 kompatibel). Er hat zwei integrierte 3.5″ Floppy Laufwerke und keine Festplatte. Das Display hat keine Beleuchtung und ist monochrom.

Amstrad PPC512

Commodore PC

Nachdem 1981 der IBM PC (Modell 5150) vorgestellt wurde, hat der Markt relativ schnell „kompatible“ Computer produziert. Es war Anfang der 80er Jahre nicht klar in welche Richtung sich der „Personal Computer“ entwickeln wird, somit war das Maß der Kompatibilität unterschiedlich. Commodore hat mit dem PC-10 relativ spät begonnen (1984) PC-kompatible Computer zu produzieren, dafür war die Kompatibilität sehr gut. Der PC20-III basiert auf dem Faraday FE2010 Chipset und einer 8088 CPU mit integrierter Grafik, seriell, parallel sowie XTA Schnittstelle (https://www.dosdays.co.uk/topics/xt_ide_vs_ide.php) für eine interne Festplatte, Realtime Clock und Floppy Schnittstelle. Die Tastatur hat, wie beim IBM PC und XT, das XT-Protokoll und die 3.5″ Floppy kann nur 720kB.

Er positioniert sich eher als preiswerte aber gut ausgestattete Alternative zu einem IBM PC.

PC20-III mit vielen inkludierten Schnittstellen und Peripherie

Schneider Euro PC

Wie der Commodore PC-10 und PC-20  basierend auf dem Faraday FE2010 Chipset und einer 8088 CPU mit integrierter Grafik, seriell, parallel sowie XTA Schnittstelle (https://www.dosdays.co.uk/topics/xt_ide_vs_ide.php) für eine externe Festplatte, Realtime Clock und Floppy Schnittstelle. Die Tastatur ist im Gehäuse integriert und die 3.5″ Floppy kann nur 720kB. Natürlich ist die Festplatte defekt und die Benutzbarkeit daher eher eingeschränkt.

Schneider Euro PC mit externer 5.25" Floppy und externer Festplatte

Atari Portfolio

Ein recht bekannter früher PDA (Personal digital Assistent). Entwickelt von DIP Research Ltd. in GB. 80C88 CPU mit 4.9152MHz, 128KB RAM und 256kB ROM. Läuft mit DIP-DOS 2.11 welches MS-DOS 2.11 kompatibel ist.

Apricot F2

Der Apricot F2 ist einer der NICHT-PC-kompatiblen x86 Computer. Der „F2“ ist ein „F1″ mit zwei 3.5“ Floppy Laufwerken (720kB). Die RTC befindet sich in der Tastatur welche über Infrarot (!) mit dem Computer verbunden ist. Eine weitere Besonderheit ist GEM als graphisches Betriebssystem. Hier (Link) kann man einige screenshots sehen. Leider ist mein F2 in einem schlechten Zustand und derzeit nicht funktionsfähig.

Generischer 486er Laptop

In den 90er Jahren gab es viele no-Name Hersteller welche ‚386 und ‚486 Laptops produzierten.

mein großer Floppy Ripper

Eine Notwendigkeit wenn man mit alten Computern zu tun hat ist es Disketten zu lesen oder zu erstellen. In diesem Computer habe ich (nahezu) alle verwendeten Floppy Laufwerke (40 Track, 80 Track 5.25″, 3.5″, ZIP100) und zwei Festplatten Schnittstellen (IDE und SCSI). Als SCSI Controller habe ich einen Adaptec 1542B welcher eine Floppy Schnittstelle besitzt die auch mit 128kB Sektoren umgehen kann. Als Betriebssysteme stehen Windows XP, Windows 98 und MS-DOS zur Verfügung. Software ist unter anderem Anadisk, SAMDisk und Imagedisk. Aber auch CBM-Transfer um über die parallele Schnittstelle Commodore 1541, 1571 und 1581 Floppy Laufwerke ansprechen zu können.